Das neue Buch der bekannten Politikerin legt noch einmal Zeugnis ab von dieser Haltung. Es versammelt Beiträge der vergangenen Jahre, die aus Anlaß ihres 85. Geburtstages am 11. Mai 2006 vorgelegt werden. Wer sie liest, spürt nicht nur, daß hier jemand überzeugt ist von dem, was sie schreibt und sagt – er erfährt auch viel über Geschichte und Gegenwart unserer Republik.
Hildegard Hamm-Brücher setzt sich kritisch mit dem unbekümmerten Umgang mit dem Grundgesetz auseinander, der gerade in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Sie befaßt sich mit der demokratiepolitischen Bedeutung des Bundespräsidenten, den Demokratiedefiziten in Deutschland und der Macht der Parteien. Nicht zuletzt schöpft die Gedankenwelt der Politikerin aus den eigenen Erfahrungen – mit der NS-Zeit und ihren Folgen, der Politik als Frauenberuf und auch mit der FDP. Ihr Schreiben an Guido Westerwelle vom 22. September 2002 legt dar, welche Gründe sie nach 54 Jahren Mitgliedschaft zum Austritt aus der FDP bewogen haben.

Die Autorin
Hildegard Hamm-Brücher, promovierte Chemikerin, trat 1948 in die FDP ein und war bis 1991 aktive Politikerin – als Stadträtin, Landtagsabgeordnete, Staatssekretärin und Staatsministerin. 1994 kandidierte sie für das Amt des Bundespräsidenten. Im Jahr 2002 trat sie aus der FDP aus. Hildegard Hamm-Brücher ist verheiratet, hat zwei Kinder und zwei Enkel.

soweit die Buchankündigung des Verlags, wird demnächst durch meine Rezension ersetzt / ergänzt

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