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Forumtheater lässt das Publikum die Lösungen finden

Monat

April 2010

Die Aesthetik der Unterdrueckten / Die Wuetenden

Augusto Boal kämpfte in den letzen Jahrzehnten nicht mehr selbst gegen die Militärdiktaturen, sondern gegen die Vermüllung unserer Denksysteme, unserer Wahrnehmung. Sein Buch dazu ist noch nicht übersetzt, aber ich konnte einige Jahre seinen Gedanken folgen und sammle ein paar Assoziationen:

Jean Ziegler, zuletzt UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, schreibt über die Wütenden und das Recht auf Leben:

„Und die Armen? Sie haben keine Ideologie mehr. Der Neoliberalismus hat ihnen das Gehirn leer gewaschen. Ihnen bleibt nichts als ein elementares, starkes Gerechtigkeitsgefühl, die unauslöschliche Forderung nach einem »Recht auf Leben« – eine Forderung, ähnlich den Beschwerden, die bei den Generalständen von 1789 die Allerärmsten unter den Mittellosen erhoben, all jene Elenden und Hungernden, die auf die Hinrichtung Ludwigs XVI. und die Radikalisierung der Revolution warten mussten, bevor sie die Bühne der Weltgeschichte stürmen konnten. Man nannte sie die Enragés, die Wütenden. Einer ihrer ersten Wortführer war der Priester Jacques Roux, und er war es auch, der als Erster vom Recht auf Leben sprach.1 “

Der ehrliche Bezug auf die Menschenrechte (nicht als Begründung für Rohstoff-Befreiungskriege) als recht auf Leben, Nahrung, Wohnen außer den kapitalgeregelten Märkten ist noch nicht bei allen deformierten Denkstrukturen durchsetzbar: Wer nicht arbeitet, braucht auch nicht essen?

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Forumtheater zu Studiengebühren

Von oben herab ministeriell eingeführt, um die staatliche Austrocknung der Hochschulen zu kaschieren, hatten sich die meisten Hochschulen in ihrem Leistungsstolz auch gleich zu den höchsten Gebührenstufen entschlossen.

Den Studierenden ist die Verwendung der Mittel immer noch zu undurchsichtig, während der Semester werden die Bedingungen der Befreiung verändert, jede Ausnahme eine privat-Problematik?

Die politische Situation und die Verengung der Studien auf Berufsausbildung werden die Szenen in die öffentliche Diskussion bringen.

zur Ökonomisierung der Bildung: http://www.nachdenkseiten.de/?p=5294

Space Pharma auf geheimer Mission

14. Mai am Rotkreuzplatz ab 11 Uhr Straßentheater der BUKO-Pharmakampagne

Schräges Weltraumtheater von der BUKO-Pharmakampagne: Space Pharma, das Raumschiff der galaktischen Pharmaindustrie, ist unterwegs im All, um Planeten von Krankheiten zu befreien. Mit an Bord der Praktikant Andy, zunächst begeistert. Doch seltsame Vorfälle an Bord machen ihn stutzig: Sind die Vitaminpräparate für Saturn eine Mogelpackung? Weshalb bekommt Mars Spritzen, die er nicht braucht? Ist es wirklich nötig, Uranus mit Antibiotika zu bombardieren? Die Science-Fiction-Komödie will ungesunde Marketingmethoden in armen Ländern anprangern und unethische Werbetricks der Industrie entlarven. Gleichzeitig gibt es einen Infostand des Gesundheitsladens.

Veranstalter: BUKO-Pharmakampagne und Gesundheitsladen München
Weitere Informationen unter Tel: 089-772565, http://www.gl-m.de

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