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Forumtheater lässt das Publikum die Lösungen finden

Monat

Mai 2011

"Passt oder Passt nicht?" Jugendtheater! Berlin Mo 6. Juni 2011

NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße 12 um 17 Uhr, Eintritt frei!

Samstag, 11. Juni 2011 Glaskasten, Prinzenallee 33 um 20 Uhr, Eintritt frei!

Banker, Erzieherinnen, Ministerpräsidenten und Ministerinnen zerbrechen sich die Köpfe und besetzen den öffentlichen Raum mit ihren Reden über Integration im heutigen Deutschland. Jetzt ergreifen junge Berliner/innen das Wort und erklimmen die Bühne, um auszudrücken, was sie darüber denken und um neue Räume für eine Diskussion zu erobern, an der alle teilnehmen können.

Samir ist einer dieser jungen Berliner, Sohn von Einwanderern, geboren im Wedding, der täglich mit Problemen aufgrund seines Äußeren konfrontiert wird, dass ihn in den Augen vieler als “Ausländer” klassifiziert. Der Junge fragt sich, welche Beziehung er zu dem Land hat, in dem er geboren ist und nun schon 16 Jahre lebt. Die Diskussionen über Integration und die Zukunft Deutschlands verlassen die Zeitungsseiten und Fernsehbildschirme und erscheinen mitten im Klassenzimmer, neue Fragen mit sich bringend, für Samir, seine Kollegen und während der Forumsession auch für das Publikum.

Das Forumtheater ist die Repräsentation eines realen Problems, auf der Bühne, aufgeführt als offene Frage an das Publikum, welches im Anschluss eingeladen ist, die Bühne zu betreten und konkrete Alternativen zur Veränderung der inszenierten Realität auszuprobieren.

Nach etlichen Auftritten im Soldiner Kiez, in Eberswalde, Thessaloniki und Lissabon kehrt das Stück “Passt oder passt nicht” in veränderter Form an seinen Ursprungsort zurück und lädt noch einmal im Glaskasten zum Mitspielen und Diskutieren ein. Die Forumtheatergruppe Wedding ist ein Projekt des QM Soldiner Straße mit dem Ziel, eine dauerhafte Theatergruppe aus Jugendlichen aus dem Soldiner Kiez aufzubauen.

Die Projektleiterin und Regisseurin Barbara Santos

ist eine der weltweit anerkanntesten Praktikerinnen des Theaters der Unterdrückten (TdU). Sie war von 1995 bis zu dessen Tod im Mai 2009 die engste Mitarbeiterin von Augusto Boal, dem Erfinder der Methode, leitete das Zentrum des Theaters der Unterdrückten in Rio de Janeiro und koordinierte unzählige Projekte vom Aufbau einzelner Gruppe bis zur Ausbildung von Multiplikatoren in ganz Brasilien und den portugiesischsprachigen Ländern Afrikas.
Frau Santos verfügt über zehnjährige internationale Erfahrung in der Arbeit mit lokalen Gruppen, nicht zuletzt auch in Deutschland. In Berlin ist sie seit 2002 in regelmäßigen Abständen in der Arbeit mit Jugendlichen aus einheimischen und eingewanderten Familien tätig. Aus familiären Gründen wohnt Frau Santos bis 2013 in Berlin und hat sich bereit erklärt, in Kooperation mit ihrem Ehemann, Christoph Leucht, und einer Co-Trainerin ein lokales Referenzprojekt zum Aufbau einer nachbarschaftsorientierten Forumtheatergruppe durchzuführen.

Der Co-Regisseur Christoph Leucht
benutzt die Methode Forumtheater seit 1995. Im Jahre 2000 gründete er mit Roma-Flüchtlingen die Forumtheatergruppe RAAbenschwarz und betrieb Im Rahmen des Projekts Jugendkulturlotsen 2010 von 2007 bis 2009 eine Gruppe mit 13- bis 15-jährigen Jugendlichen von der Ernst Reuter Oberschule. Seit November 2009 probt er mit einer Mädchen-Forumtheatergruppe, die mit ihrem Stück „Hey. Gypsy“ bereits mehrere Aufführungen hatte.

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Theaterprojekt der Polizei Bremen – "Spiel dein Leben" – eine interaktive Theateraufführung in der Shakespeare-Company

23.05.2011, 11:23 Uhr | presseportal.de
Bremen (ots) – Am Leibnitzplatz Zeit: 27. Juni 2011, 10.00 Uhr

Die Kriminalprävention der Polizei Bremen bietet ein außergewöhnliches Theaterprojekt zur Gewalt- und Suchtprävention an. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der „Wilden Bühne“ statt. Finanziert wurde das Theaterprojekt von der DVJJ (Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen)

Die Schauspieler der „Wilden Bühne“ (ehemals Drogenabhängige) spielen 10-minütige Konfliktszenen aus den Bereichen Schule, Clique, Familie. In den gespielten Alltagssituationen erkennen die jugendlichen Zuschauer sich selbst, können Partei ergreifen, diskutieren und dann neue Lösungsmöglichkeiten auf der Bühne ausprobieren.

Ein Moderator ermutigt das Publikum, diese Szenen im Dialog zu einem besseren Ende zu bringen.Die Jugendlichen sind aufgefordert, selbst eine Rolle in der gezeigten Konfliktsituation zu übernehmen und spielerisch die Situation zu verändern. Hierüber schafft das Forumtheater die Möglichkeit, neue Handlungsansätze zu entwickeln.

Interessierte Lehrer oder Betreuer von Gruppen können sich für diese Veranstaltung anmelden. Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Theatertag: Montag, 27. Juni 2011, 10:00 Uhr, Shakespeare-Company am Leibnizplatz Eintritt: Schüler: EUR 3,00, Erwachsene EUR 6,50 Zielgruppe: ab 8. Klasse. Infos und Anmeldung: Frank Kunze, Tel. 362-3802 oder Jugendbeauftragter@Polizei.Bremen.de ots Originaltext: Pressestelle Polizei Bremen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de

Theater geht auf die Straße

„Fremde Heimat“.
Mit theatralen Mitteln sucht ein Projekt des Landestheaters das Fremde in und um uns.

Wer glaubt, Theater könne nur auf der Bühne stattfinden, irrt. Jede Alltagsszene kann Theater sein. In einem Salzburger Stadtbus pöbelten kürzlich Österreicher eine Deutsche an. Es waren, ohne dass jemand es wusste, Theaterleute. Bis sie ausstiegen, wagte keiner der anderen Fahrgäste einzugreifen – mit Ausnahme eines kleinen Mädchens, das unerschrocken meinte, so etwas dürfe man nicht tun. Danach seien auch andere auf die Deutsche zugegangen und hätten sie getröstet. So erzählt Regisseurin Astrid Großgasteiger eine der konkreten Erfahrungen mit dem „Unsichtbaren Theater“.

Neues Theaterformat

Diese Form hat der legendäre brasilianische Autor und Regisseur Augusto Boal kreiert. Theater solle direkt ins Leben eingreifen, postulierte Boal, und soziale Zustände ungeschminkt thematisieren. Auf Boal greifen Angela Beyerlein, Dramaturgin und Leiterin des Jugendclubs am Salzburger Landestheater, und Astrid Großgasteiger für einen Teil ihres Projekts „Fremde Heimat“ zurück. Ziel dieses für Salzburg neuen Theaterformats ist es, Aufmerksamkeit für ein sozial relevantes Thema zu schaffen, Einfühlung zu ermöglichen und durch die theatrale Vermittlung die Beobachter wachzurüttteln. Die Fragestellung dieses ersten Experiments: Was bedeutet es, fremd zu sein?

Zwischen 4. und 8. Mai geht das Landestheater dafür auf die Straße. Auf dem Kapitelplatz (5. Mai, 17 Uhr) wird im Sinne von Boals Forumtheater eine Spielszene um eine afrikanische Holzelefanten-Verkäuferin entwickelt. Was passiert, wenn Kulturen aufeinander prallen? Das Publikum wird zu Antworten herausgefordert.

Was heißt Asylsuche?

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