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Forumtheater lässt das Publikum die Lösungen finden

Monat

Januar 2013

Augusto Boal als Autor: Collage in Trier auf der Bühne, Premiere im Priesterseminar

Augusto Boal hatte nicht nur als Theaterpädagoge und Theaterleiter gearbeitet, selbst gespielt, geschrieben und auch inszeniert, er hatte die Gedanken von Brecht zur erneuerung des Theaters in seine Kulturen übersetzt.

Nun zeigt eine Collage seine Einstellunfg auf die Situation der Flucht, die er selbst nach seiner Folter erlebt hatte:

“Das einzig Traurige auf dieser Reise ist der Moment, wenn ich die Schuhe ausziehe”, sagt Paulo zu seiner Frau Maria. “Sie fallen jedes Mal auf anderen Boden.” Die beiden sind Flüchtlinge und ziehen mit ihren Reisegefährten durch Lateinamerika auf der Suche nach einem Ort, an dem sie bleiben können. Sie erleben auf ihrer Reise viele entmutigende, aber auch einige hoffnungsvolle Schicksale kleiner Leute. Schließlich gelingt es ihnen, ein Visum nach Frankreich zu bekommen, doch als sie Europa erreichen, wird ihnen bewusst, dass sie auf der langen Irrfahrt nicht nur ihre Heimat verloren haben, sondern auch sich selbst.

Der deutschsprachigen Werk-Collage, die die Theatergruppe “Kreuz & Quer” aufführt, liegen mehrere Dramen des brasilianischen Autors Augusto Boal zugrunde, die sich mit Unterdrückung, Vertreibung und der Hoffnung auf eine bessere Welt befassen.

http://www.16vor.de/index.php/2013/01/24/flucht-ins-nirgendwo Weitere Informationen über das Stück und die Aufführung finden sich auf der Internetseite der Theatergruppe unter http://www.kreuzundquer-trier.de.

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Schauspielerisch nach (Aus-)Wegen suchen "Jung – pleite – abgestempelt“ EU-Projekt erarbeitet Bildungsziele

– ein Dutzend junger Leute erarbeitete in einem mehrmonatigen EU-Projekt mit AMS und Armutskonferenz Szenen zu diesem Thema, die nah an der Realttät sind. Nach mehreren Aufführungen in der Steiermark und in Wien ging dieser Tage die letzte Präsentation im Sozialministerium in Wien über die Bühne.  … schreibt der www.kurier.at/lebensart

Das Forumtheater-Projekt erarbeitet dabei nicht nur Szenen für das Publikum, sonder ach gleich ganze gesellschaftliche Konzepte, die fast schon zum Legislativen Theater weiterführen, das die politische Umsetzung anlegen würde.

Für Schule und Bildung wünschen sich die Teilnehmer_innen dieses EU-Projekts:
+ Mehr Raum für Kreativität und Individualität, Respekt und Förderung/Aufbau von Selbstwertgefühl statt Runtermachen und demotivieren.
+ Mehr Schulsozialarbeit.
+ Auffangen von SchulabbrecherInnen – unter dem Motto: Hilfe statt Strafe.
+ Förderung von und mehr Peergroups sowie Anti-Gewalt und –Mobbing-Trainings und Workshops
+ Inklusion ALLER Jugendlichen: Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung von vielfalt und zwar mit dem Blick auf individuelle Bedürfnisse UND auf die Stärkung des Gemeinwohls“.
+ Bessere pädagogische Schulung für LehrerInnen sowie bessere Unterstützung für „schwierige“ fälle und Situationen.
+ Ganztags- und gemeinsame Schule bis 16 mit hoher pädagogischer Qualität und kreativen Freiräumen.
+ Nicht gleich beim kleinsten Problem Psychopharmaka verschreiben.
+ Kürzere Wartezeiten für (Psycho-)Therapieplätze, die von der Kasse zu bezahlen wären.

Kurier Wien

Natürlich sitzt eine nette Lehrerin da vorne, in diesem Boxring der Gewalt, wie ihn unsere Schulklassen fast immer abbilden, wie die Hackordnung der Ministerien auf uns herab wirkt.

Methode überall einsetzen

„Ein Super-Stück“, ist die erste Reaktion der Wiener Gemeinderätin und Landtagsabgeordneten Tanja Wehsely , die Maßnahmen zur Ausbildungsgarantie in der Bundeshauptstadt koordiniert. „Das Forumtheater ist eine tolle Methode. Sie steigert nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern eröffnet auch Handlungsspielräume – durch eigene Aktivitäten und eigenes Tun der Jugendlichen. Solche und ähnliche Methoden sollten in alle Projekte und Maßnahmen einfließen und eingebaut werden“, wünscht sie sich für Jugendliche.

Und auch die kollegiale Fachwelt antwortet:

Da muss sich was machen lassen!

AMS-Chef Johannes Kopf überlegt, dieses Forumtheaterstück – wie ein früheres – vor Jugendbetreuerinnen und -betreuer des Arbeitsmarktservices aufführen zu lassen, verrät er dem KURIER.

Ein sehr ausführlicher Bericht und viele Probenbilder: http://kurier.at/lebensart/kiku/schauspielerisch-nach-aus-wegen-suchen/2.472.588

http://www.interact-online.org
http://www.armutskonferenz.at
http://www.ams.at

Anita Blumer zeigt ihren Film über das Leben und Wirken von Augusto Boal in der Südostschweiz

Ob Augusto Boal auch mal in der Südostschweiz, in Glarn war?
Die Glarner Regisseurin Anita Blumer zeigt ihren Film über das Leben und Wirken von Augusto Boal, der das Theater der Unterdrückten entwickelte.

http://www.suedostschweiz.ch/kultur/glarnerin-praesentiert-solothurn-ihren-vierten-film

Es gibt wohl in den meisten anderen Kulturen und Sprachen mehr Filme und Bücher über Augusto, als in Deutsch, denn die Rezeption war lange Jahre wenig über das Büchlein bei Suhrkamp hinausgegangen. Nun soll es neu erscheinen:
Augusto Boal: Übungen und Spiele für Schauspieler und Nicht-Schauspieler
Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Till Baumann D: ca. 12,00 € Gepl. Erscheinung: 19.08.2013 suhrkamp taschenbuch 4449, Broschur, 450 Seiten ISBN: 978-3-518-46449-6

»Wir alle sind Schauspieler. Sogar die Schauspieler selbst. Theater ist etwas, das jeder tut, man kann es im Fahrstuhl tun, allein, vor dem Spiegel, im Fußballstadion oder an öffentlichen Orten vor Tausenden von Zuschauern. Eigentlich an jedem Ort. Sogar in Theatern selbst.«

Die berühmten Übungen und Spiele Boals liegen hier in einer auf den neuesten Stand gebrachten und stark erweiterten Ausgabe vor. Dabei geht es darum, Zuschauer in Handelnde zu verwandeln. Dieses in 25 Sprachen übersetzte Standardwerk richtet sich an jeden, der die Übungen beruflich oder im Alltag anwenden will – an Schauspieler wie an Laiendarsteller, Pädagogen, Lehrer und Therapeuten. Zugleich gibt der Band Einblick in die Arbeit »des wichtigsten Theatermachers Lateinamerikas« The Guardian.

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