Seit März 2007 organisieren lokale und internationale Aktivist*innen in verschiedenen Teilen Afghanistans beinah täglich Aktivitäten mit den unterschiedlichen Techniken des Theaters der Unterdrückten  (TdU) des Brasilianers Augusto Boal (1931-2009) sowie anderen emanzipatorischen Theatermethoden. In diesen rund zehn Jahren kontinuierlicher Anwendung hat sich das sogenannte „Applied Theatre“ 1  als zentral für die systematische Arbeit mit dem Thema Straflosigkeit bzw. Aufarbeitung von mittlerweile knapp 40 Jahren des ununterbrochenen gewalttätigen Konflikts erwiesen (Joffre-Eichhorn 2010).

Hjalmar Jorge Joffre-Eichhorn: Das Theater der Unterdrückten und Vergangenheitsaufarbeitung in Afghanistan Kollektive Ermächtigung und neue Dependenzen * „Wir alle sind mit Flügeln geboren worden. Warum sollten wir es daher vorziehen, durch das Leben zu kriechen?“ (Rumi)

https://www.academia.edu/38889901/Das_Theater_der_Unterdr%C3%BCckten_und_Vergangenheitsaufarbeitung_in_Afghanistan