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Forumtheater lässt das Publikum die Lösungen finden

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Erlebnispädagogik und Forumtheater

Demokratie in der Erlebnispädagogik

Der Kongress „erleben und lernen“ widmet sich der pädagogischen Aufgabe, Erleben und Lernen in Theorie und Praxis anschaulich, nachhaltig und teilweise auch unkonventionell miteinander zu verbinden.

Er findet alle zwei Jahre an der Universität Augsburg statt. Die wechselnden Leitthemen des Kongresses greifen aktuelle Themen und Fragestellungen der Erlebnispädagogik, des Outdoor-Trainings und des Erfahrungslernen auf.

www.erleben-lernen.de

12. Internationaler Kongress erleben & lernen | 2018:

 

Einmischen possible:
Die gesellschaftspolitische Dimension der Erlebnispädagogik

 

Gedanken zum Thema des Kongresses finden Sie unter dem Button „Schwerpunkt“. Das detaillierte Programm – wie immer eine gute Mischung aus Vorträgen, Foren, Workshops und einer Mitmach-Aktion – gibt es hier auch als PDF zum Downloaden. Der Kongress startet am 28.09.2018 um ca. 09.00 Uhr und endet am 29.09.2018 ca. 17.00 Uhr.

Das „Theater der Unterdückten“ nach Augusto Boal bringt Veränderungsprozesse in Gang. Es „macht Politik“ und setzt Lernprozesse in Gang. Die gemeinsame spielerische Suche nach ungewöhnlichen Problemlösungen spricht nicht nur die rationale Seite des Menschen an, sondern auch seine emotionale, seine lustbetonte und setzt somit Impulse zu neuen
Denk- und Handlungsweisen frei.
Leitung einer Großgruppen-Veranstaltung beim Kongress: erleben und lernen 28. – 29. September 2018

Die gesellschaftspolitische Dimension der Erlebnispädagogik

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Forumtheater in der Nachbarschaft

Nachbarschaft

Veröffentlicht am 31.07.2018 von Robert Klages im TAGESSPIEGEL

Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: spandau@tagesspiegel.de

„Es gibt kein Rezept, keine Theorie, die uns lehrt, wie Integration gut verläuft, funktioniert. Das Leben wird es uns lehren, denn Integration findet im Leben statt.“ Das sagen die Vorsitzenden von „Metaforen für Kunst und Kultur e.V.“ Spandau, Celso und Veronika Willusa.

Das Forumtheater in Spandau möchte einen Beitrag leisten, Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Integration der Geflüchteten besser zu verstehen, die kulturell bedingten Konflikte und Hemmnisse sichtbar machen und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Es sollen authentische Lebenserfahrungen der Projekt-Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Szene gesetzt und öffentlich „debattiert“ werden.

Rassismus sollte nicht runtergeschluckt werden: Unter dem Hashtag #MeTwo schildern derzeit Tausende, wie ihnen selbst schon Rassismus widerfahren ist. Hier nachzulesen. Aber das Theater hat da ja noch ganz andere Möglichkeiten, sich dem Thema zu nähern als es auf Twitter geschehen kann.

Das Debattier-Theater, das Theater-Spiel kommt mit der Möglichkeit daher, Strukturen der Lösungsfindung zu schaffen und hilft uns, unsere Zeit und uns selbst besser kennen zu lernen. Es ist eine sozial-politische und sozial-therapeutische Theaterkunst, die angesichts alter und neuer Herausforderungen des Alltags die Menschen zum Nachdenken anregt und plötzlich Lösungen für die angesprochenen Probleme aufwirft.

Theater der Unterdrückten: Im Forumtheater wird nach einer dramaturgischen Methode gearbeitet, die sich ausdrücklich an Profis und Laien, Schauspieler und Nicht-Schauspieler gleichermaßen wendet: das Theater der Unterdrückten wurde in den 1970 Jahren von dem brasilianischen Dramaturgen Augusto Boal entwickelt und hat seitdem weltweit Verbreitung gefunden. Es wird versucht, dem Theater neue Dimensionen zu eröffnen, um es zu einem wirksamen Mittel im Verständnis von individuellen und sozialen Problemen zu machen und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Alle Teilnehmenden werden praktisch befähigt, selbstständig Theater zu schaffen und die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten sowohl im Theater als auch im täglichen Leben und zu erweitern.

Es soll pro Werkstatt jeweils ein Forumtheater zur Aufführung gebracht werden, dessen Handlung auf realen Ereignissen beruht. In diesem von den Teilnehmenden der Theaterwerkstatt szenisch dargestellten Konflikt beugt sich die unterdrückte Person derjenigen, durch welche sie unterdrückt wird. In der anschließenden der Forum-Debatte wird das Stück neu gespielt und jemand aus dem Publikum wird aufgefordert, auf die Bühne zu treten, um eine andere Lösung für das dargestellte Problem zu finden.

Publikum soll bei der Aufführung intervenieren: Zuschauer wohnen einer Aufführung bei und am Ende können sie auf die Bühne kommen und in die wiederholt dargestellte Szene intervenieren, um zu versuchen, die dargestellten Konflikte zu lösen.

Wer mitmachen möchte: Metaforen für Kunst und Kultur e.V. Päwesiner Weg 15 a,  Tel.: 030 / 23 40 49 79 oder 0176 5440 2195 Email: metaforen.e.v@gmail.com www.metaforen.de, www.kulturderreinenherzen.org

Forumtheater als Erfahrungs-Lernen

theatermachtpolitik.jpg
Simone Odierna/Fritz Letsch: Theater macht Politik. Forumtheater nach Augusto Boal.Ein Werkstattbuch AG SPAK Verlag

Forumtheater:

fritz-letsch.eineweltnetz.org

Regelmässig geraten wir in ein Dilemma, und kaum sind wir wieder draußen, könnten wir es wiederholen.

Bert Brecht suchte mit Freunden und KollegInnen nach neuen Ausdrucksformen der Aufklärung für das Theater und nach gemeinschaftlichen Arbeitsformen darin, wie mit Erwin Piscator, der auch neue Theater-Bauten dafür entwarf, und im Exil in New York die Theaterpädagogik dazu entwickelte, wie sie uns Judith Malina berichtete und im Living Theater lebte, bis heute weiter gespielt und gelebt.
Augusto Boal fand seine Theater-Methoden im Dialog der brasilianischen Volkstheater-Tradition mit der befreienden Pädagogik von Paulo Freire, im Kampf gegen Militärdiktaturen und im Aufbau demokratischer Strukturen in den Arbeiter-Bewegungen.
Zuletzt schrieb er noch eine „Ästhetik der Unterdrückten“ gegen die Orientierungslosigkeit in der modernen Warenwelt.

Forumtheater kann die Anliegen und Problemstellungen einer Gruppe in der Öffentlichkeit präsentieren und diskutieren, um bis zum **Legislativen Theater** auch Gesetzesänderungen zu erreichen.

Augusto Boal entwickelte vor dem Hintergrund der Arbeiten von Bert Brecht und Erwin Piscator und der befreienden Pädagogik von **Paulo Freire** in Brasilien neue Methoden kommunikativer Theaterarbeit, die in seinem Exil in den 1980er nach Europa und sich dann in der Bildungsarbeit weltweit verbreiteten.

Bilder zu Themen
Aus dem Augenblick der Idee eine Geste von Angst / Druck / Ärger vorstellen
Das „Lesen der Geste“ aufnehmen und in Gedanken wirken lassen

Themen zu Szenen
Aus den Themen der Gruppe die eigenen Empfindungen wachsen lassen: Anderes und Eugenes

Forum-Szenen für ein Publikum
In (etwa) Fünfer-Gruppen Erlebnisse erzählen und auswählen, zu einer Symbol-Szene kombinieren

Legislatives Theater mit Gruppen aller Themen
Hören, dass eine Gruppe in Thema richtig adressieren kann: Recht als veränderbar erleben

Aktion mit allen Teilnehmenden

Für alle Beteiligten: Alle haben eine Aufgabe, auch der Dokumentation / Reflexion / …
Erste Anleitung in großem Zirkel, versetzt stehend, die methodischen Schritte kennen-lernen

Körperwahrnehmung

zum Lockern und zur Vorbereitung für den mutigen Ausdruck

Alle stellen sich in einem großen Kreis, versetzt hintereinander, und bewegen nach Anleitung von den Zehen über Hüften und Rückgrat, Schultern und Kinn, Nasenspitze bis zu Stirn und den Ohren … (5-10 min)

„Testverfahren“ zu zweit / zu dritt: Mit der Hand ein Gesicht führen und die Grenzen der Beweglichkeit erreichen, zu zweit, tauschen, verabschieden, / zu dritt / kurz nach-besprechen (5 -10 min)

Statuen bauen

Ausdruck und Eindruck: Vorbereitung zu Statuen: Die fünf Schritte:

  • Eine Person „ergreifen“: Hand und Gesicht … in Verbindung
  • Die Haltung verändern, Stellung der Füße – Erlaubnis der Berührung
  • Das Gesicht „wie im Spiegel“ zeigen
  • Die Augen auf einen Auslöse-Punkt richten
  • Einen Ton, ein Wort, einen Satz … ein-flüstern

Alle Bild-Gestaltenden besichtigen und begegnen die anderen Statuen

Die Statuen begegnen sich untereinander: Was passiert?

kurze Pause, Austausch, Wechsel, Wiederholung, voneinander verabschieden

Ende der Methoden-Anleitung, Kurze Einführung zu Forum-Szenen und den dramatischen Punkt

Start mit inhaltlichem Gruppengeschehen

Tabu-Themen zur politischen Arbeit

in thematisch gebildeten Fünfer-Gruppen aus Teilnehmenden-Vorschlägen
zu den bisherigen Tagungs-Themen auf Zuruf
Gruppen sollten sich teilen, wenn sie mehr als 5 Personen werden, damit alle zu Wort kommen

Situationen für mögliche Forum-Szenen in der Gruppe gegenseitig erzählen, die Schlüssel-Statue erstellen, vielleicht vorstellen?

Abschluss zum Legislativen Theater in Rio de Janeiro:

Gruppen aller Art … verschaffen sich Gehör im Rathaus

Themen- und Szenen-Sammelnde: Schreiben und Fotografieren?
In Gruppen auf Pinnwänden präsentieren: Stichworte, Themenbereiche,
Fotos als Web-Show, Freigabe-Vorgang der Bilder für Dokumentation?


Vertiefende Workshops:
*Den Körper und seinen Ausdruck in Übungen präsent machen*
Wanderung durch den ganzen Körper und seine Ausdrucksfähigkeit, Statuen- und Bildertheater für die genauere Verständigung „unter Druck“ Stimmen hören und Gedanken lesen: Intra- Projektion als typische Methode für die soziale und gesellschaftliche Arbeitsrichtung des Theater der Unterdrückten;

*der Blick für den Dramatischen Punkt.*

Grundlagen der Theaterpädagogik für die verschiedenen Alters- und Zielgruppen: Motivation, Einladung, Wissen um Theaterformen, Ängste; Nachbesprechung und gemeinsame Auswertung, Protokollformen Vom Statuen- zum Forum-Theater: Die Joker-Rolle und die Mechanik der Veränderung

Forum-Theater braucht Dramatische Gestaltung;

Vom Bild zur Handlung.
Proben-Techniken zur Vertiefung und Schärfung des Ausdrucks, Stimm-Konzert
Die Arbeit des Jokers: Spielleiter und Anwalt des Publikums, Moderation.
Entstehen und Entwicklung des Theater der Unterdrückten in seiner südamerikanischen Herkunft,
Transfer in europäischen Anwendungen,
Reflexionen unserer pädagogischen Grundlagen und der Praxis-Bewertung

Kraft-Rituale und gezielte Dramatik: Mit Publikum spielen Zuspitzung von Szenen für die Mitarbeit des Publikums: Mechanismen der Unterdrückung sichtbar machen, für Eingriffe und Veränderung zugänglich. Das Spiel der Macht: Gestaltung stärkender Pädagogischer Arbeitsformen

Der Unterschied zwischen idealistischer Theaterpräsentation und episch- veränderbarer Darstellung: Brechts Vorstellungen und unsere kulturellen Ausdrucksformen im Spiegel des politischen und gesellschaftlichen Bewusstseins, Möglichkeiten zukunftsweisender Gestaltungen.

Buen Vivir: Theater im Radio hören

Gutes Leben für Alle!

Ein Kongress in Wien hat mit den Methoden des Theater der Unterdrückten von Augusto Boal (Brasilien) die Ergebnisse und Vorschläge zu den Grundfragen eingesammelt:

WUK-Radio: Forum Theater goes buen vivir

Mit schönem wienerischen Klang … 😉

In Wien ist auch die Autobiografie von Augusto Boal erschienen:

Augusto Boal, Hamlet und der Sohn des Bäckers. Die Autobiographie

http://argeforumtheater.at/index.php/literatur-und-medien/literatur/110-augusto-boal-hamlet-und-der-sohn-des-baeckers-die-autobiographie

Augusto Boal Autobiografie
Augusto Boal Autobiografie

Soliwoche mit Jana Sanskriti in Halle

Das Theater Rote Rübe Leipzig und der Aktionstheater Halle e.V. bündeln ihre Kräfte, um im Zeitraum 29.11.2015 – 11.12.2015 ein ansprechendes Programm für TdU-AktivistInnen auf die Beine zu stellen.

Acht „Joker“ der indischen Theaterbewegung „Jana Sanskriti“ werden vom 04.12.5 – 06.12.15 in Leipzig den Workshop „Scripting the play instead of playing the script“ anbieten.
Mit den Workshops von Sanjoy Ganguly im Jahre 2005 in Berlin und 2007 in Halle haben evtl. ein paar von euch schon einige Einblicke in die Arbeitsweise von Jana Sanskriti erhalten. Diesmal möchten wir ein kollektives WS Format unsere indischen FreundInnen anbieten, indem gerne von der reichhaltigen Erfahrung der acht Joker, besonders im „politstrategischen“ Bereich profitiert werden darf.
Das WS Angebot versteht sich als solidarische Aktion zur finanziellen Unterstützung des derzeit im Aufbau befindlichen „Jana Sanskriti Research and Resource Institute“ (JSIIRI). Alle Einnahmen fließen direkt dorthin.

Weitere Veranstaltungen während dieses Zeitraums:

Aufführungen:

01.12.2015 19:00 „Golden Girl“ in Halle (Saale)
02.12.2015 19:00 „Where we stand“ in Halle (Saale)
04.12.2015 eines der beiden in Leipzig, genauere Beschreibung folgt, sobald Orte klar sind.

weitere WS:

Wir träumen von einem langfristig angelegten Aufbau eines freien Radios im JSIIRI, welches einerseits von den lokalen Akteuren vor Ort und andererseits von den global aktiven TdU Gruppen genutzt werden könnte.  Aus diesem Grunde werden zwei Formate zur Vorbereitung dieses Vorhabens in Kooperation mit Radio Corax in Halle angeboten.
1. 01.12.15 – 02.12.15 „Aufbau eines Community Radios“
2. 08.12.15 – 10.12.15 „Erarbeitung einer Radiosendung“
bitte beachtet die anhängende Einladung von Robert Klement (Theater Rote Rübe Leipzig).
JANA SANSKRITI
Die indische „Theater der Unterdrückten“-Bewegung in Halle und Leipzig!
Wochenendworkshop und Aufführungen



Vom 4.-6. Dezember 2015 wird die indische Theater der Unterdrückten Bewegung Jana Sanskriti zu Gast in Leipzig sein und den Methodenworkshop „Scripting the Play instead of Playing the Script“ anbieten – dieser Workshop bietet einen Einblick in die Entwicklung des Theaters der Unterdrückten in Indien und gleichzeitig einen methodisch/inhaltlichen Austauschkt mit einer außergewöhnlichen Theaterbewegung, die seit 30 Jahren Aktivismus und Theater in nachhaltiger Form vereint.

Preis: pay as you can (empfohlener Richtwert: 100-150€)
Für die Aufführungen bitten wir euch noch um etwas Geduld! Orte und Zeiten werden demnächst bekannt gegeben!
Kooperation des Aktionstheaters Halle und des Theater Rote Rübe Leipzig
Anmeldungen und Informationen

Zentrum für angewandtes Theater und Gemeinschaftsbildung

Centre for Applied Theater and Community Building
Was passiert in nächster Zeit?
Ab Oktober 2015 Wochengruppen
* Theaterlabor: Theater der Unterdrückten Methodentraining/Aktionsgruppe
* Incontro: Autobiografisches Theater und Lebensgeschichten
* Zwischen Zärtlichkeit und Wut: Dramatherapeutischer Begegnungsraum

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