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Forumtheater lässt das Publikum die Lösungen finden

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Politik

Der unpolitische Student – frei nach "Anton Sittinger" von Oskar Maria Graf – 27. / 28. / 29. / 30. Mai 2015 – 19:30 Uhr #Regensburg

Der unpolitische Student Plakat

frei nach „Anton Sittinger“ von Oskar Maria Graf

Als das ueTheater einstens vorgeschlagen hatte, das Theaterhaus im Studentenwerk nach der Lehrerin „Elly Maldaque“ zu benennen, die allgemein als erstes Regensburger Naziopfer angesehen wird, hieß es von studentischer Seite, insbesondere von kulturbeflissener, man wolle „keinen politischen Namen“.

Inzwischen hat es der unpolitische Student zu einiger Bekanntheit und zum Gegenstand von Studien gebracht. Sogar Bildungsministerin Wanka ruft die deutschen Studierenden zu mehr politischem Engagement auf.

Mit „Anton Sittinger“ schuf Oskar Maria Graf den Prototyp des unpolitischen Menschen und bezeichnete diese Spezies mit drastischen Worten: „Die unangreifbarsten Totengräber jeder gerechten Gesellschaftsordnung.“

Das ueTheater übersetzt Grafs Roman in die Jetztzeit und in das Futur. Pegidatruppen marschieren auf, AfD und Montagsdemonstrant_innen kungeln sich zusammen zu einer neuen deutschen Befindlichkeit.

Graf: „In manchen Zeiten heißen sie »du« und »ich«. Dennoch wird niemand glauben, daß er auch zu ihnen gehört.“ Oder doch?

AnfahrtAufführungen:

27. / 28. / 29. / 30. Mai 2015 – 19:30 Uhr 
Elly Maldaque Theater (EMT) Studentenhaus an der Uni, Albertus-Magnus-Str. 4 Regensburg, Reservierung: kontakt@uetheater.de – 0941 / 700 299

ueTheater – Ansprechpartner: Kurt Raster Regensburg www.uetheater.de
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Meine alten Zines systematisieren: Das neue Leben begann immer wieder mit diesen neuen Schriften

KLJB Schnitt Fest

Mit 15 bekam ich ein Heft in die Hand, das mein Leben veränderte, wie kurz vorher das Musical „Hair“, das ich als Tonband auf großer Spule regelmäßig hörte und bis heute in deutsch singen kann:

Beilngries 86 Helmut-1

Später gab es Hefte zu anderen sexuellen Ideen und Orientierungen,
wie auch ein Heft Homosexuelle und Kirche beim Katholikentag Berlin Anfang 1980 …

Dazwischen all die Programmhefte der Konzerte, KünstlerInnen und Theater,
und so wurde die „graue Literatur“ eigentlich immer mehr Sprengstoff, aber verdammt schwer zu sortieren und wieder zu finden …

sexualpaed

Wunderschön, nun von Maria einen theoretischen Ein- und Überblick bekommen zu haben, bis zur Anregung, selbst dieses Medium hier mit kleinen FanZines auf die Druckwelt zu bringen und in der Realwelt zu streuen.

Die Arbeit an Büchern und wissenschaftlichen Aufsätzen hat den Anspruch viel zu hoch getrieben, so dass meine Vorstellung, kleine Arbeitshefte für Seminar- und Tagungsteilnehmende zu schaffen, jetzt sehr viel näher gerückt ist.

Mein wichtigstes Zine, damals nur für gute Freunde und KollegInnen, war ein Auszug aus meiner handgeschriebenen und mit Bildern gestalteten Arbeit zum Abschluß der Supervision 1981 zum „Abschied von einem Beruf“: Gemeindepädagogen, wie sie Kardinal Döpfner im Konzil und nach der Synode als Gemeindeleiter mit unseren Ausbildern geplant hatte, sollte es unter Ratzinger nie geben.

Alte Anfänge: TheaterMachtPolitik, Protokolle,

Bücher:
TheaterMachtPolitik + www.ketzerbrevier.blog.de

Theater-Foren in Griechenland als innovative Kommunikationsstufe der Polis – auch in #München?

Neben Demonstrationen und Petitionen scheint die politische Kultur zu Ende zu gehen, eine Menge von gut gemeinten Projekten im Internet könnte uns bis zuletzt beschäftigen … aber es scheint kein Bewusstsein für Kommunikation zu geben, außer „Lügenpresse“ zu skandieren: Das Ende falscher Gläubigkeit.

Das Forumtheater, wie es aus der Arbeit von Augusto Boal in der Auseinandersetzung mit der dialogischen Geschichte des Theaters von den alten Griechen bis Brecht entstand, sucht die gesellschaftliche Auseinandersetzung.

Während in unseren großen Theateranstalten aufwendige Literatur- und Musikdarbietungen präsentiert werden, bleiben die Häuser immer öfter halb leer: Wer hat die Zeit und den Hintergrund, sich mit dem alten Stoff auseinanderzusetzen und eigene Deutungen zu entwickeln?

Wie kann Kommunikation in Bewegungen neu gestaltet werden, nach dem alle Reden zu keinen Gemeinsamkeiten, sondern zu geschliffener Besserwisserei werden?

Ein falsches Wort, und du bist in der Feind-Schublade, Verschwörer oder Antisemit, antideutsch oder Nazi: Dabei passiert in den Kreisen von Schall und Rauch bis Zeitgeit ebenfalls Aufklärung, nur oft zu schnell mit falschen Lösungen kombiniert:
Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass es rechte Biobauern und linke Halligallijugend gibt, dass grün-jugendliche antifa danebengreift und das querfront-Geschrei linker Puristen so hilflos wie die ewige Abgrenzung der SPD wirkt …

Parteien entzweien: Das können Parlamente nicht mehr ausgleichen, da bleibt der persönliche Karrierekampf und die Seilschaft der Geschäfte im Vordergrund. Ein Ausweg wird in den nächsten Monaten aus Spanien zu sehen sein: Assemblas sind hier zu lande bisher meist in spanisch zu erleben, auch wenn occopy die Methode übernehmen wollte.

Forumtheater als politische Sprache? So bald sich eine Gruppe darauf einlässt …
http://forumtheater.wikispaces.com

Kunstbetrieb: Immer mehr meckern; Politik im Theater?

Kunstbetrieb: Immer mehr meckern

Ziege online. Skulptur von Stephan Dillemuth bei der Manifesta. – Foto: Ilya Rabinovich

Die Lücke zwischen Symbolischem und Realem scheint sich immer mehr zu schließen. Die Kunst ist besessen von der Wirklichkeit. Kann sie etwas ändern? Die Manifesta in Spanien und ein Symposium in Berlin.

Bevor er sein „Theater der Unterdrückten“ entwickelte, tourte Augusto Boal Anfang der Sechziger durch den Nordosten Brasiliens und spielte Stücke, die zur Rebellion aufriefen. Überaus erfolgreich: Es könne gleich losgehen, rief ein Zuschauer, wir nehmen jetzt alle unsere Waffen und gehen rüber zu den Schlägertrupps des Generals. Die Theatermacher guckten betreten. Ihre Waffen seien ja keine echten Waffen. Sie wüssten auch gar nicht wie man schießt. Boal gestaltete sein Theater daraufhin differenzierter und öffnete es für Lösungsvorschläge aus dem Publikum – anders als etwa Volker Lösch, der in Stuttgart die Massen choreografierte und heute Abend in der Schaubühne mit seiner „Nuttenrepublik“ Premiere feiert.
weiter im Tagesspiegel:

Theater- Ernstfall im Zuercher Kantonsrat

Im Forumtheater werden soziale Brennpunkte aufgezeigt und die Zuschauer direkt in die Handlung involviert. Kürzlich hielt diese Theaterform Einzug im Zürcher Parlamentsgebäude. Wie reagiert ein Kantonsrat, wenn ihm ein Jugendlicher mit dem Messer vor der Nase rumfuchtelt?

http://www.tink.ch/new/article/2010/07/19/ernstfall-im-zuercher-kantonsrat

Lass dich nicht abschrecken: Der Artikel beginnt etwas seltsam, aber so befremdlich scheint die Geschichte des Theater der Unterdrückten für heutige Kulturkritiker zu sein …

Wenn Zuschauer Akteure werden

Gymnasiasten der Seeschule Rangsdorf erproben eine ungewöhnliche Theater-Form

RANGSDORF – „Lass’ uns Scheiße bau’n, irgendwas“ – dieser Satz fällt in Gesprächen Heranwachsender leider öfter. Dann ziehen sie los – in diesem Fall Wolbi, Merlin, Ernest und Tom – und treffen auf Wolfgang. Herumstehende Mädchen heizen das Geschehen an: Schon wird Wolfgang „abgezogen“ (sein Handy geklaut) und traktiert. Diese Szene spielten gestern neun Elftklässler des Kurses Darstellendes Spiel der Seeschule Rangsdorf vor Mitschülern, ihrem Kursleiter Eunan Tobin und Gästen.

In einem Workshop, den der Potsdamer Theaterpädagoge Till Baumann leitete, hatten sie sich zwei Tage mit dem sogenannten Forum-Theater befasst.
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11804502/61939/Gymnasiasten-der-Seeschule-Rangsdorf-erproben-eine-ungewoehnliche-Theater.html

Welt Forum Theater Festival 21.-26.Okt. 2009 in Wen

gewidmet Augusto Boal (1931-2009)

21.-26.Oktober 2009

im WUK,Werkstätten- und Kulturhaus Wien
Währingerstrasse 59, 1090 Wien

Seiten: 1 2

Schnelles Kontern mit geschliffenen Worten

Rund 10.000 Schüler beteiligten sich im laufenden Schuljahr am Landeswettbewerb Jugend debattiert in Bayern. Er ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

http://www.km.bayern.de/lehrerid.asp?id=08027_1_2009

Wir waren nur wieder mal zu früh …

Augusto Boal

Bárbara Santos, am 4. Mai 2009:

Unser geliebter Freund Augusto Boal, der auf seinen vielen Reisen durch die Welt unermüdlich den Samen des Theaters der Unterdrückten verstreute, hat sich auf eine weitere Reise begeben. Er ist in den frühen Morgenstunden des 2. Mai 2009 aufgebrochen. Am Ersten Mai war er noch bei uns geblieben, solidarisch mit allen Arbeiterinnen und Arbeitern, die für eine gerechtere, solidarischere und glücklichere Welt kämpfen.

Seiten: 1 2

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