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Forumtheater lässt das Publikum die Lösungen finden

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Forumtheater in Zeiten von Corona

Mal im ersten Kreis als eigene Befragung die Wünsche und Energien der Beteiligten abfragen, dann die nächsten Zielgruppen anschauen: Wen ansprechen?

aus der Apathie kommen:

Bei Saul Alinski, der das Community Organizing entwickelte, fand ich:

„Von der Apathie der Bürger zur Bürgerbeteiligung (1957) …

Sich der Aufgabe zu stellen, Bürgerorganisationen aufzubauen, heiße, in eine chaotische, irrationale Welt einzutauchen und zu versuchen, dortselbst schlüssig zu handeln.

Saul Alinski schlägt vor … von organisierter Apathie zu sprechen.

Eine Veränderung könne es nur geben, wenn man diese Apathie durchbricht und die organisierte Nichtbeteiligung ihrerseits desorganisiert. Dies geschehe durch die Sichtbarmachung der Konflikte, durch die Freilegung der Ressentiments (Vorbehalte, Ärger) und durch Provokation. Eine weitere wichtige Rolle spiele das präzise Verständnis der gegebenen Machtverhältnisse, die wiederum nur den Gebrauch von Macht verändert werden können. (s. 130 f)
in Peter Szynka, Theoretische und Empirische Grundlagen des Community Organizing bei Saul D. Alisky (1909-1972) – Eine Rekonstruktion- Akademie für Arbeit und Politik Universität Bremen 3/2006 10 Euro
http://www.fo-co.info/ http://www.fo-co.info/Szynkatexte.htm

die Hochschule ist auch dabei: http://www.muenchenfuerklimaschutz.de

Wieder mal eine schöne alte Methode der 70er Jahre

Eine Gruppe der Katholischen Landjugend geht in einen anderen Ort und befragt die Menschen zum Leben im Ort.
Für einen späteren Tag nach der Befragung (z.B. übernächsten Mittwoch) wird zu einem Dorfabend eingeladen, an dem alle Ergebnisse zusammengefasst vorgestellt und diskutiert werden sollen.
Alle wichtigen Leute im Dorf werden befragt, es wird auch befragt, wer sonst noch befragt werden sollte.

Am Dorfabend sind alle gespannt, was die anderen gemeint hatten, zum Leben im Dorf, den Berufsmöglichkeiten, Verkehrsbedingungen, Kinder- und Schülerleben, was gemeinsam geschehen könnte oder warum nicht.
Als Dank befragt die Dorfjugend das andere Dorf …

Die Methode wirkt aktivierend, weil auch gefragt wird, was die Leute selbst tun möchten und zusammen mit anderen unternehmen würden, was in den verschlafenen und aussterbenden Dörfern, manchmal auch zerstritten, sonst nicht losging.

Wie würde eine solche Befragung die Seminare in der Hochschule verändern?
Wie ist der Unterschied zu den Befragungen, die ihr bisher kennengelernt habt?

Auf eine aktivierende Befragung darf auf keinen Fall passieren:
Passivierende Methoden: Wir machen das für euch …

Aktivierende Befragung einer Gruppe:

Zeitlich vereinbarte Mitarbeit in einem Projekt mit dem Angebot einer gemeinsamen Reflexion von EURER Seite: Wie habe ich die Gruppe erlebt: In Zusammenarbeit, Rollen, Außenwirkung …

„Dialog als Begegnung zwischen Menschen zur ‚Benennung‘ der Welt ist eine grundlegende Voraussetzung ihrer wahren Humanisierung.“ (Paulo Freire: Pädagogik der Unterdrückten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1973, S. 116)

Die Unterdrückten sind die Menschen, die am meisten Druck oder Unrecht erleben, und damit auch Energie haben, die zur Befreiung führen kann, wenn sie gut begleitet wird, denn jeder Rückschlag kann in größere Resignation führen.

Zwischen Tanzboden und Bordell –
external image Bordell.jpgDas ist natürlich ein Titel, an dem man beinahe zwangsläufig hängen bleibt.

Der Pfarrer Alfred Ragotzky befragte im Jahr 1869 in Berlin 100 inhaftierte Frauen, die eines gemeinsam hatten: sie waren wegen Prostitution verhaftet worden.

Und dieser Gefängnispfarrer wollte nun wissen, warum die Frauen Prostituierte geworden waren, er fragte sie deshalb nach Elternhaus und Familie, nach Ausbildung und Arbeitsstätten, nach Wohnsituation und Freizeitbeschäftigungen, nach ihren ersten Begegnungen mit Männern und wann und warum die Frauen mit der Prostitution begonnen hatten.

Ihm war aber auch wichtig, wie die Prostituierten aktuell lebten, was sie verdienten und ob sie Schulden hatten, ob sie unter Geschlechtskrankheiten litten und schon einmal schwanger gewesen waren, wie ihr Verhältnis zu Zuhältern, Kolleginnen und Vermietern war und welche Zukunftspläne sie hatten.

weiter in der 3. Reihe der http://www.scienceblogs.de/historikertag/buchnotizen.php

Depression ist oft auch die Resignation vor den eigenen Ansprüchen.

Forumtheater mit-erleben: 13.1.2020 Pasing Hochschule

Eintritt frei, Selbstversorgung:

Eine Gruppe von Studierenden der Hochschule München für angewandte Sozialwissenschaft hat sich ein Semester lang mit dem Forumtheater beschäftigt, das Augusto Boal in Brasilien entwickelt hatte: Hochschule München Angewandte Wissenschaften

Aus den Ideen von Bert Brecht, dass das Publikum im Theater nicht nur „romantisch glotzen“ sollte, sondern etwas zum Stück beitragen, entstand eine neue Methode:

Drei Szenen zu Gender-Themen* wurden für Veränderungen vorbereitet, das heißt, sie haben ein unbefriedigendes Ende … das vom Publikum im Dialog mit einem „Joker“ zu einem besseren Ende gebracht werden soll.Gendergaga

Hochschule München
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Am Stadtpark 20, 81243 München

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie den Campus Pasing über den Bahnhof München-Pasing. Von dort aus verkehrt die Buslinie 160 Richtung Maria-Eich-Str. / Waldfriedhof. Die Haltestelle vor der Hochschule lautet „Avenariusplatz“.

Zu Fuß können Sie vom Pasinger Bahnhof auch durch den Stadtpark an der Würm entlang gehen.
Im Altbau K 0106 befindet sich die Fakultät 11, Angewandte Sozialwissenschaften im 1. Stock hinten unser Raum

Ob Forumtheater was für unsere Gruppe ist? Wir können das gerne überlegen, und vielleicht sind die richtigen Startenden in der Gruppe der Studierenden zu finden? Sie haben alle ein Konzept geschrieben …

Flyer Forumtheater 13.01.2020

Fritz Letsch, Lehrbeauftragter*

* Das Sternchen (*) oder Asterisk kommt aus der Programmiersprache und ist ein Platzhalter für jeden möglichen Wert einer Variablen inkl. Null.

Das heißt mit ihm sind alle Möglichkeiten von Vielfalt repräsentiert. Im Zusammenhang mit Sozialforschung repräsentiert es „Normabweichung“ und soll den Fokus auf die zahlreichen, intersektional verwobenen sozialen Organisationsfaktoren lenken, die unseren Platz in der Welt, oft ohne die Möglichkeit darauf Einfluss zu nehmen, determinieren.

Es wird daher auch stellvertretend für sämtliche Personen verwendet, die nicht der weißen, cis-männlichen, heterosexuellen, christlichen, bürgerlichen Norm entsprechen, wie Bisexuelle.

„Wohnen ist ein Menschenrecht“! In der selbsternannten Menschenrechtsstadt Graz gibt es dazu ab nächster Woche ein interaktives Forumtheater: In szenischen Verläufen ringen Menschen um ihr Recht auf leistbares, menschwürdiges und bedürfnisgerechtes Wohnen https://interact-online.org/aktuell/wohnen-fuer-alle

Build the Living

Eine der grossen Vorläufer-Theater-Bewegungen

Build the Living

secure.acceptiva.com/?cst=7t7iYj
“And it’s still going.”

  • Judith Malina

 

We stand on the giant shoulders of hundreds of company members and millions of audience members around the world.
The Living Theatre is molded by Abstract Expressionism x Jazz x Beat Culture x Rock n Roll x Punk x HipHop x General Strikes for Peace.  From the front lines of creativity and free speech all the way beyond the borders, vanguards and limits of the 21st century.
Build with us, a better funding model for the theatre community… a community that’s nurtured and inspired artists from Al Pacino to Yoko Ono.  (And Thanos!?)

Let us Build the next century of avant garde culture together.  Let us value live performance, the ritual of gathering together through theatre and art…at least as much as we value Netflix.
Build the new society out of the shell of the old ( ! )
secure.acceptiva.com/?cst=7t7iYj

$10/Mo makes you a builder
(receive unheard conversations with Judith Malina)

$50/Mo makes you an engineer
(receive JM convos & invitations to special events)

Build The Living

Magdalenas Knot in München

Theater macht Politik

Am Freitag, den 13.9.

eröffnet ich um 17 Uhr die Ausstellung :“Joy of Weaving- Upscaled“ in der Halle 6, Dachauerstrasse 112 d.
Hier zeige ich die großformatigen Arbeiten, die ich in den letzten eineinhalb Jahren aus ausrangierten Textilien gefertigt habe.

Am Samstag 14.9.

gibt es dann im Rahmen des Magdalena Knot Projektes am Nachmittag im EineWeltHaus wieder den Film Beyond Ritual über das Projekt von 2017 zu sehen.
Program_Magdalena_knot

Am Samstag ab 19 Uhr

finden im Pathos Theater ebenfalls auf dem Kreativquartier ab 19 Uhr drei Performances statt, von denen eine meine interaktive Webarbeit „Joy of Weaving- Interweaving“ sein wird.
Weiter Informationen sind im angehängten flyer und demnächst auf meiner Website unter News zu finden. http://www.dorotheaseror.de/News

Ursprünglichen Post anzeigen

Menschenrechte im Theater: Was München bewegt Di 4. Dez um 18 Uhr


  • 04.12.2018 18:00 – 20:00

    Was München bewegt – Forumtheater zum Thema Menschenrechte

    Das Selbsthilfezentrum München (SHZ) lädt alle Menschen ein, ihr Bewusstsein für Menschenrechte zu schärfen und ihre eigenen Handlungsoptionen bei alltäglichen Menschenrechtsverletzungen mit der Methode des Forumtheaters zu erweitern.

  • „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ lautet der Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Menschenrechte sind angeboren und können weder verliehen noch aberkannt werden. Sie gelten universell, stehen in keinem hierarchischen Verhältnis zueinander und sind unteilbar.

    In den alltäglichsten Situationen erleben wir dennoch oftmals, dass die Würde des Menschen antastbar ist! Diese Erfahrung lässt uns in vielen Momenten als ohnmächtige und ratlose Zuschauer*innen zurück.

    Die Methode des Forumtheaters bietet die Möglichkeit, dieser Ohnmacht aktiv entgegenzuwirken. Denn Forumtheater setzt dort an, wo wir Realitäten verändern wollen, aber nicht wissen wie: in vermeintlich ausweglosen Situationen, bei Konflikten und Unterdrückungserlebnissen.

    Basierend auf realen Erlebnissen werden uns die Studierenden der Hochschule München (Studiengang Soziale Arbeit) unter der Anleitung von Fritz Letsch (Theaterpädagoge und Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung der Selbsthilfe und Selbstorganisation) Szenen zeigen, die zum kritischen Dialog anregen.

    Auf der Grundlage dieser Szenen werden wir gemeinsam die Chance bekommen, Handlungen zu erproben, um das Dargestellte zu verändern, Konflikte zu transformieren und Widerstand gegen Menschenrechtsverletzungen zu leisten. Dadurch werden Lösungsansätze sichtbar und neue Perspektiven und Erkenntnisse erlebbar.

    Die Kombination aus Selbsterfahrung und gemeinschaftlichem Probehandeln soll alle, die in alltäglichen Situationen couragiertes Verhalten zeigen wollen, auf ihrem Weg unterstützen.

    __________________________

    Datum: Dienstag, der 4. Dezember 2018 um 18 Uhr

    Ort: Selbsthilfezentrum München (Veranstaltungsraum im EG), Westendstraße 68, 80339 München

    Veranstalter: Selbsthilfezentrum München (SHZ)  – Eintritt frei

    Um Anmeldung wird gebeten: eva.parashar@shz-muenchen.de

    http://www.agspak-buecher.de/Simone-Odierna/Fritz-Letsch-Theater-macht-Politik-Forumtheater-nach-Augusto-BoalEin-Werkstattbuch
    https://www.ibidem.eu/de/theater-der-unterdrueckten-als-mosaikstueck-gesellschaftlichen-wandels.html
    https://www.ibidem.eu/de/theater-der-unterdrueckten-als-mosaikstueck-gesellschaftlichen-wandels.html
    Theater im Dialog
    https://www.ibidem.eu/de/theater-im-dialog-heiter-aufmuepfig-und-demokratisch.html

Forumtheater-Workshop in Freiburg

vom 31.10. -4.11.18 Workshop

„Ins Handeln kommen – Schritte für eine friedvollere Welt“

Schwerpunktmäßig werden wir mit Boal-Methoden arbeiten und am Ende ein Forumtheater aufführen. Genauere Infos zum Workshop siehe unter:
www.waldraum-freiamt.de

„INS HANDELN KOMMEN! – SCHRITTE FÜR EINE FRIEDVOLLERE WELT“

Der Waldraum e.V. Freiamt lädt mit Unterstützung des Eine Welt Forum Freiburg zu einem mehrtägigen Workshop mit dem Titel „Ins Handeln kommen! – Schritte für eine friedvollere Welt“  ein.

Zeitraum: Mittwoch, 31.10.2018 17:00 Uhr bis Sonntag, 04.11.2018 14:00 Uhr)

Veranstaltungsort: Bergfritzenhof (www.bergfritzenhof.de) in Freiamt, 30 km nördlich von Freiburg i.Br.

Der Workshop richtet sich an Menschen, die trotz und wegen der Weltlage gemeinsam Ohnmachtsgefühle überwinden möchten und konkrete Handlungsmöglichkeiten suchen.
Er wird inhaltlich einen starken Süd-Nord-Bezug haben.

Schwerpunkt werden Methoden des Theaters der Unterdrückten nach Augusto Boal sein, das einen kreativen Zugang zu Empowerment und kollektiven Lösungen ermöglicht.
Dabei steht die praktische Auseinandersetzung mit Konflikt- und Diskriminierungssituationen im Zentrum.

Zudem geben mehrere Themenblöcke einen Einblick in Methoden und Übungen der Konfliktbearbeitung und Konfliktprävention.

Wir diskutieren die Möglichkeit der praktisch erfahrenen Konfliktlösungsansätze für unser politisches Handeln.

Ergänzend werden positive Beispiele der Förderung von Friedensprozessen in verschiedenen Krisenregionen der Welt vorgestellt und reflektiert.

Mit der Aufführung eines Forumtheaters – einer partizipativen Theaterform – am Samstag wird das Erarbeitete schließlich einem überschaubaren Publikum aus der Region gezeigt.

Die spannende Frage ist dann: Werden auch die Zuschauenden ins Handeln kommen?

„Im Theater der Unterdrückten wird die Realität nicht nur so gezeigt, wie sie ist, sondern auch – noch wichtiger – wie sie sein könnte. Dafür leben wir schließlich – um zu werden, was wir potentiell sein könnten.“ Augusto Boal

Leitung:

Isabella Bischoff ist als freiberufliche Theaterpädagogin tätig. Sie arbeitete in den 90er Jahren mit Augusto Boal und seinem Centro de Teatro do Oprimido zusammen.
Seit Jahren experimentiert sie in politischen Gruppen mit kreativen Aufklärungs- und Protestformen.
Wolfgang Albrecht
arbeitet in den Bereichen präventive Konfliktbearbeitung, Mediation und Empowerment in selbstorganisierten Strukturen.
Er ist seit vielen Jahren für das Informationszentrum 3. Welt Freiburg (iz3w) als Bildungsreferent tätig.

Teilnahmebeitrag: 80 – 120 €* (nach Selbsteinschätzung)

Anmeldung zum Seminar (Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 18 Personen beschränkt.)

Weitere Fragen zu Inhalten und Rahmenbedingungen an:

wolfgang.albrecht@waldraum-freiamt.de

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln
– des Evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes
– der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
– des Aktionsgruppenprogramms – Engagement Global

oder:
https://ewf-freiburg.de/blog/Veranstaltung/workshop-ins-handeln-kommen-schritte-fuer-eine-friedvollere-welt/

Mosaik gesellschaftlichen Wandels

Theater der Unterdrückten als Mosaikstück gesellschaftlichen Wandels

Einblicke, Ansichten und Projekte

Forumtheater Mosaik

Nach dem Workshop war der Zusammenhalt in der Klasse so toll, dass es wieder Spaß gemacht hat, zur Schule zu gehen. Ich konnte dann auch besser lernen. Tanas, 15 Jahre alt, nach einem dreitägigen Theaterprojekt mit dem Forumtheater inszene an einer Kölner Schule Dieser Sammelband gibt einen Einblick in verschiedene Theaterprojekte, in denen mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten gearbeitet wird.

Die hier versammelten Praktiker*innen zeigen ihre individuellen Wege mit dem Theater der Unterdrückten und wie weitere Theaterrichtungen von Clownerie oder Improvisationstheater über Theater zum Leben und Applied Action Theater bis hin zur Theatertherapie ihre künstlerische und kreative Arbeit bereichern.

Deutlich wird dabei die Relevanz des Ansatzes Augusto Boals für die gesellschaftspolitischen Themen, die unsere Zeit wie keine anderen prägen: Ob soziale Ungleichheitserfahrungen, der individuelle und gesellschaftliche Anteil am Klimawandel oder Debatten rund um Asyl und Menschenrechte – die hier vorgestellten Projekte legen dazu nicht nur wichtige Fragen frei, sondern zeigen exemplarisch, wie die Methoden aus dem Theater der Unterdrückten aktives politisches Hinterfragen und Handeln von Subjekten stärken.

Vervollständigt wird der Sammelband durch einen Praxisteil mit den Lieblingsübungen der Autor*innen als Anregung für die eigene theaterpädagogische Praxis.

Mit Beiträgen von Stephan Antczack, Sophia-Marie Bömer, Jens Clausen, Birgit Fritz, Harald Hahn, Sanjay Kumar, Fritz Letsch, Özge Tomruk, Friderike Wilckens-von Hein

https://www.ibidem.eu/de/theater-der-unterdrueckten-als-mosaikstueck-gesellschaftlichen-wandels.html

Erlebnispädagogik und Forumtheater

Demokratie in der Erlebnispädagogik

Der Kongress „erleben und lernen“ widmet sich der pädagogischen Aufgabe, Erleben und Lernen in Theorie und Praxis anschaulich, nachhaltig und teilweise auch unkonventionell miteinander zu verbinden.

Er findet alle zwei Jahre an der Universität Augsburg statt. Die wechselnden Leitthemen des Kongresses greifen aktuelle Themen und Fragestellungen der Erlebnispädagogik, des Outdoor-Trainings und des Erfahrungslernen auf.

www.erleben-lernen.de

12. Internationaler Kongress erleben & lernen | 2018:

 

Einmischen possible:
Die gesellschaftspolitische Dimension der Erlebnispädagogik

 

Gedanken zum Thema des Kongresses finden Sie unter dem Button „Schwerpunkt“. Das detaillierte Programm – wie immer eine gute Mischung aus Vorträgen, Foren, Workshops und einer Mitmach-Aktion – gibt es hier auch als PDF zum Downloaden. Der Kongress startet am 28.09.2018 um ca. 09.00 Uhr und endet am 29.09.2018 ca. 17.00 Uhr.

Das „Theater der Unterdückten“ nach Augusto Boal bringt Veränderungsprozesse in Gang. Es „macht Politik“ und setzt Lernprozesse in Gang. Die gemeinsame spielerische Suche nach ungewöhnlichen Problemlösungen spricht nicht nur die rationale Seite des Menschen an, sondern auch seine emotionale, seine lustbetonte und setzt somit Impulse zu neuen
Denk- und Handlungsweisen frei.
Leitung einer Großgruppen-Veranstaltung beim Kongress: erleben und lernen 28. – 29. September 2018

Die gesellschaftspolitische Dimension der Erlebnispädagogik

befreiende Pädagogik – befreiendes Theater

Sa 13.10.2018  im Friedensmuseum

Nürnberg von 10-17 Uhrfriedensmuseum nürnberg

Theater der Befreiung nach Augusto Boal

Angesichts globalisierter und komplexer Unterdrückungsstrukturen bietet Boals Theateransatz wertvolle Ansätze für selbstbestimmtes Handeln und Empowerment. Er nutzt die Kraft, die in unseren Wünschen nach Veränderung liegt.

In dem Workshop werden wir uns mit Konflikten und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Ziel ist die Erweiterung des persönlichen und politischen Handlungsspielraums.

Theatererfahrung ist nicht notwendig. Bitte bequeme Kleidung und Schuhe mitbringen.

Die Referentin Isabella Bischoff lebt als freiberufliche Theaterpädagogin in Freiburg. In den 90er Jahren hat sie mit Augusto Boal und dem Centro de Theatro do Oprimido Rio zusammen gearbeitet. Dauer 10-17 Uhr Teilnahme nach Voranmeldung bis zum 1.10.2018.

Teilnahmegebühr 15 (ermäßigt 10) Euro Bitte jetzt schon anmelden!


– und die Theorie dahinter:

befreiung-menschlichkeit AGSPAK Freire

Heute ist es notwendig, die befreiende Pädagogik und die Sprengkraft des Forumtheater neu zu erzählen, weil die Ursprünge und Ausbreitung, aber auch die Einbettung in die verschiedenen Theater-Entwicklungen nicht mehr leicht nachvollziehbar sind.

Neben einigen experimentellen Stücken kommt es mir vor, als wären die Stücke der Staatstheater wieder die selben wie in den 60er Jahren, unterbrochen von einer Textflächen-Vortragung …

… doch habe ich nicht mehr den Einblick und die Begeisterung wie damals, als ich noch „die Giese“ im Werkraum erleben konnte und von Plenzdorffs „Neuen Leiden des jungen W.“ elektrisiert war wie von

Die Übertragung der Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire in die deutsche Realität. Sie begann in den 70er Jahren über die damaligen Kultur-Botschafter, „Entwicklungshelfer“, vor allem verankert im kirchlichen Bereich.

Im Studium hatten wir erste hektographierte Blätter, getippt und abgezogen in Spiritus-Abzugs-Apparaten, um zu lesen, zu besprechen und zu verstehen, was da in wilden Worten stand: Die Ausdrucksweise und das politisch engagierte Denken waren uns noch fremd.

Dann fand sich die europäische Ebene der Bewusstseinsbildung, in der AG SPAK vertreten durch einen Freire-AK mit einer kleinen Schriftenreihe bewusst-päd.

Daraus erfolgte dann 1992 die Gründung der Paulo-Freire-Gesellschaft in München, über einige Jahre etwa vierteljährlich mit der Herausgabe der“zeitschrift für befreiende pädagogik“, (die Internet-Veröffentlichung wäre ein nächstes Projekt) ab 200x zog der Verein nach Berlin in eine dort aktive Szene um.

Zur befreienden Pädagogik

plakatdie, wie auch in Süd- und Mittelamerika vor allem in der Erwachsenenbildung angewandt wurde, kam in den folgenden Jahren das Theater der Unterdrückten. Mit seiner später zentralen Methode, dem

Forumtheater

entwickelte Augusto Boal beginnend  in den 70ern eine Methoden-Reihe, die aus der normalen volks-orientierten Dramaturgie und Theaterinszenierung in den Kampf gegen die Militärdiktatur, die Zensur, auch auf die internationale Ebene geriet:

TheaterMachtPolitikNach seiner Verhaftung nach einem Auslands-Aufenthalt wurde Augusto Boal verhaftet und sollt ein der Folter gestehen: „sein Vaterland Brasilien im Ausland verleumdet zu haben, in dem er behauptet habe, in Brasilien werde gefoltert“.

Als er auf diesen Vorwurf hin lachte, waren sie nicht sicher, ob er noch bei Sinnen sei … und sie ließen ihn auf internationale Proteste, auch aus Deutschland (Theater heute) ins Exil, das er zuerst in lateinamerikanischen Ländern, dann in Portugal und Frankreich begann, mit einem Lehrauftrag an der Sorbonne und dem Aufbau eines „Zentrum zur Heilung von Autoritäts- und Erziehungs-Schäden.

Augusto Boal Autobiografie
Augusto Boal Autobiografie

In der europäischen Theater- Workshop-Szene, die damals zwischen Bread & Puppet, Living-Theater und existentiellen Clowns, dem „Armen Theater“ von Jerzy Grotowski und den Inszenierungen von Tadeusz Kantor, die unseren Kanon von wilden Theaterleuten erweiterten, fand Augusto eine breite Teilnehmerschaft für große Workshops in München, Berlin und Hamburg, an denen DramaturgInnen und Regisseure sowie Schauspielende mit allen ihren Spiel-Erfahrungen teilnahmen, aber auch Interessierte aus der Bildungs- und Sozialpädagogik, ausgestiegene Lehrkräfte und KünstlerInnen aller Art.

Internationale Treffen in Brasilien und Toronto, Wien, Rotterdam

werden jetzt auch durch kleine Festivals in Berlin, Halle, Wien … vorbereitet

Internationale Seiten und Austausch

Theatre of the Oppressed, a term coined by Augusto Boal, is a series of theatrical analyses and critiques developed in the 1950s.

Theatre of the Oppressed | The Mandala Center for Change www.mandalaforchange.com/site/applied-theatre/theatre-of-the-oppressed

„The purpose of Theatre of the Oppressed is to rehumanize humanity.“ — Augusto Boal Theatre of the Oppressed What is Theatre of the Oppressed?

noch in Arbeit –

http://theater-erleben.de von Nicole Suchanek in Witten – offen für Studierende

theater der unterdrückten – Harald Hahn www.harald-hahn.de/theaterderunterdrueckten.html

Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal „ Keine akrobatischen Leistungen sind angestrebt, sondern das Ausschöpfen all dessen, was in uns angelegt …

Fortbildungen in Gauting

jokers_GEIm Institut für Jugendarbeit 1988-

Als europäische Tagung mit Augusto

mit einer Aufführung im Rathaus-Sitzungssaal München, geschildert in Symbolism in Munich

Legislatives Theater in Europa?

Wien im Justizministerium, Video auf youtube

Berlin

Curinga-Projekt quer durch’s Land

Szenen und Treffen in Berlin, Potsdam, Halle … mit internationalem Austausch

kleine regionale Gruppen

Immer wieder Schulprojekte

Artikel

bewusst – werkstatt-buch

veröff

 

Gute Quellen

https://dokumente-online.com/die-paedagogik-der-unterdrueckten-von-paulo.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Paulo_Freire

https://fritz-letsch.wikispaces.com/Paulo+Freire

Augusto Boal auf der Website des Paulo Freire Zentrum 30.11.2004 | Stefan Lumplecker

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