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Forumtheater lässt das Publikum die Lösungen finden

Forumtheater kann in allen Lebensbereichen die Auswege finden: Dialogisch und Gemeinschaftlich

http://joker-netz.raete-muenchen.de/Hauptseite#forumtheater – auch gerne für ale KollegInnen für ihre Projekte und zum Mitwirken!

Entsprechend steht die Seite https://www.facebook.com/forumtheaterBOAL für Ankündigungen und Vernetzung allen offen, die Aufführungen und Workshops ankündigen wollen. Auf twitter dazu @forumtheater – Einführung gern auch dazu!

Das Joker-Netz startete auch für diesen Zweck … und gern richte ich ich KollegInnen eine Mailadresse xxx@joker-netz.de (bei 1&1) ein, 2GB oder als Weiterleitung auf deinen bestehenden Account.

Das wiki Joker-netz.de zum forumtheater könnte auch Mitarbeit brauchen, bei Wikipedia ist es ja heute nicht mehr so leicht … (dauert manchmal etwas, US-Firma, für Hochschulgebrauch kostenlos).

Falls jemand einen zweiten Band mit Erfahrungen, auch zur „Ästhetik der Unterdrückten“ erstellen möchte, bin ich gern dabei … und der Verlag sicher auch. Hab mal in Stichworten angefangen …

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Hervorgehobener Beitrag

Forumtheater-Workshop in Freiburg

vom 31.10. -4.11.18 Workshop

„Ins Handeln kommen – Schritte für eine friedvollere Welt“

Schwerpunktmäßig werden wir mit Boal-Methoden arbeiten und am Ende ein Forumtheater aufführen. Genauere Infos zum Workshop siehe unter:
www.waldraum-freiamt.de

„INS HANDELN KOMMEN! – SCHRITTE FÜR EINE FRIEDVOLLERE WELT“

Der Waldraum e.V. Freiamt lädt mit Unterstützung des Eine Welt Forum Freiburg zu einem mehrtägigen Workshop mit dem Titel „Ins Handeln kommen! – Schritte für eine friedvollere Welt“  ein.

Zeitraum: Mittwoch, 31.10.2018 17:00 Uhr bis Sonntag, 04.11.2018 14:00 Uhr)

Veranstaltungsort: Bergfritzenhof (www.bergfritzenhof.de) in Freiamt, 30 km nördlich von Freiburg i.Br.

Der Workshop richtet sich an Menschen, die trotz und wegen der Weltlage gemeinsam Ohnmachtsgefühle überwinden möchten und konkrete Handlungsmöglichkeiten suchen.
Er wird inhaltlich einen starken Süd-Nord-Bezug haben.

Schwerpunkt werden Methoden des Theaters der Unterdrückten nach Augusto Boal sein, das einen kreativen Zugang zu Empowerment und kollektiven Lösungen ermöglicht.
Dabei steht die praktische Auseinandersetzung mit Konflikt- und Diskriminierungssituationen im Zentrum.

Zudem geben mehrere Themenblöcke einen Einblick in Methoden und Übungen der Konfliktbearbeitung und Konfliktprävention.

Wir diskutieren die Möglichkeit der praktisch erfahrenen Konfliktlösungsansätze für unser politisches Handeln.

Ergänzend werden positive Beispiele der Förderung von Friedensprozessen in verschiedenen Krisenregionen der Welt vorgestellt und reflektiert.

Mit der Aufführung eines Forumtheaters – einer partizipativen Theaterform – am Samstag wird das Erarbeitete schließlich einem überschaubaren Publikum aus der Region gezeigt.

Die spannende Frage ist dann: Werden auch die Zuschauenden ins Handeln kommen?

„Im Theater der Unterdrückten wird die Realität nicht nur so gezeigt, wie sie ist, sondern auch – noch wichtiger – wie sie sein könnte. Dafür leben wir schließlich – um zu werden, was wir potentiell sein könnten.“ Augusto Boal

Leitung:

Isabella Bischoff ist als freiberufliche Theaterpädagogin tätig. Sie arbeitete in den 90er Jahren mit Augusto Boal und seinem Centro de Teatro do Oprimido zusammen.
Seit Jahren experimentiert sie in politischen Gruppen mit kreativen Aufklärungs- und Protestformen.
Wolfgang Albrecht
arbeitet in den Bereichen präventive Konfliktbearbeitung, Mediation und Empowerment in selbstorganisierten Strukturen.
Er ist seit vielen Jahren für das Informationszentrum 3. Welt Freiburg (iz3w) als Bildungsreferent tätig.

Teilnahmebeitrag: 80 – 120 €* (nach Selbsteinschätzung)

Anmeldung zum Seminar (Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 18 Personen beschränkt.)

Weitere Fragen zu Inhalten und Rahmenbedingungen an:

wolfgang.albrecht@waldraum-freiamt.de

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln
– des Evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes
– der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
– des Aktionsgruppenprogramms – Engagement Global

oder:
https://ewf-freiburg.de/blog/Veranstaltung/workshop-ins-handeln-kommen-schritte-fuer-eine-friedvollere-welt/

Mosaik gesellschaftlichen Wandels

Theater der Unterdrückten als Mosaikstück gesellschaftlichen Wandels

Einblicke, Ansichten und Projekte

Forumtheater Mosaik

Nach dem Workshop war der Zusammenhalt in der Klasse so toll, dass es wieder Spaß gemacht hat, zur Schule zu gehen. Ich konnte dann auch besser lernen. Tanas, 15 Jahre alt, nach einem dreitägigen Theaterprojekt mit dem Forumtheater inszene an einer Kölner Schule Dieser Sammelband gibt einen Einblick in verschiedene Theaterprojekte, in denen mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten gearbeitet wird.

Die hier versammelten Praktiker*innen zeigen ihre individuellen Wege mit dem Theater der Unterdrückten und wie weitere Theaterrichtungen von Clownerie oder Improvisationstheater über Theater zum Leben und Applied Action Theater bis hin zur Theatertherapie ihre künstlerische und kreative Arbeit bereichern.

Deutlich wird dabei die Relevanz des Ansatzes Augusto Boals für die gesellschaftspolitischen Themen, die unsere Zeit wie keine anderen prägen: Ob soziale Ungleichheitserfahrungen, der individuelle und gesellschaftliche Anteil am Klimawandel oder Debatten rund um Asyl und Menschenrechte – die hier vorgestellten Projekte legen dazu nicht nur wichtige Fragen frei, sondern zeigen exemplarisch, wie die Methoden aus dem Theater der Unterdrückten aktives politisches Hinterfragen und Handeln von Subjekten stärken.

Vervollständigt wird der Sammelband durch einen Praxisteil mit den Lieblingsübungen der Autor*innen als Anregung für die eigene theaterpädagogische Praxis.

Mit Beiträgen von Stephan Antczack, Sophia-Marie Bömer, Jens Clausen, Birgit Fritz, Harald Hahn, Sanjay Kumar, Fritz Letsch, Özge Tomruk, Friderike Wilckens-von Hein

https://www.ibidem.eu/de/theater-der-unterdrueckten-als-mosaikstueck-gesellschaftlichen-wandels.html

Erlebnispädagogik und Forumtheater

Demokratie in der Erlebnispädagogik

Der Kongress „erleben und lernen“ widmet sich der pädagogischen Aufgabe, Erleben und Lernen in Theorie und Praxis anschaulich, nachhaltig und teilweise auch unkonventionell miteinander zu verbinden.

Er findet alle zwei Jahre an der Universität Augsburg statt. Die wechselnden Leitthemen des Kongresses greifen aktuelle Themen und Fragestellungen der Erlebnispädagogik, des Outdoor-Trainings und des Erfahrungslernen auf.

www.erleben-lernen.de

12. Internationaler Kongress erleben & lernen | 2018:

 

Einmischen possible:
Die gesellschaftspolitische Dimension der Erlebnispädagogik

 

Gedanken zum Thema des Kongresses finden Sie unter dem Button „Schwerpunkt“. Das detaillierte Programm – wie immer eine gute Mischung aus Vorträgen, Foren, Workshops und einer Mitmach-Aktion – gibt es hier auch als PDF zum Downloaden. Der Kongress startet am 28.09.2018 um ca. 09.00 Uhr und endet am 29.09.2018 ca. 17.00 Uhr.

Das „Theater der Unterdückten“ nach Augusto Boal bringt Veränderungsprozesse in Gang. Es „macht Politik“ und setzt Lernprozesse in Gang. Die gemeinsame spielerische Suche nach ungewöhnlichen Problemlösungen spricht nicht nur die rationale Seite des Menschen an, sondern auch seine emotionale, seine lustbetonte und setzt somit Impulse zu neuen
Denk- und Handlungsweisen frei.
Leitung einer Großgruppen-Veranstaltung beim Kongress: erleben und lernen 28. – 29. September 2018

Die gesellschaftspolitische Dimension der Erlebnispädagogik

Forumtheater in der Nachbarschaft

Nachbarschaft

Veröffentlicht am 31.07.2018 von Robert Klages im TAGESSPIEGEL

Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: spandau@tagesspiegel.de

„Es gibt kein Rezept, keine Theorie, die uns lehrt, wie Integration gut verläuft, funktioniert. Das Leben wird es uns lehren, denn Integration findet im Leben statt.“ Das sagen die Vorsitzenden von „Metaforen für Kunst und Kultur e.V.“ Spandau, Celso und Veronika Willusa.

Das Forumtheater in Spandau möchte einen Beitrag leisten, Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Integration der Geflüchteten besser zu verstehen, die kulturell bedingten Konflikte und Hemmnisse sichtbar machen und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Es sollen authentische Lebenserfahrungen der Projekt-Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Szene gesetzt und öffentlich „debattiert“ werden.

Rassismus sollte nicht runtergeschluckt werden: Unter dem Hashtag #MeTwo schildern derzeit Tausende, wie ihnen selbst schon Rassismus widerfahren ist. Hier nachzulesen. Aber das Theater hat da ja noch ganz andere Möglichkeiten, sich dem Thema zu nähern als es auf Twitter geschehen kann.

Das Debattier-Theater, das Theater-Spiel kommt mit der Möglichkeit daher, Strukturen der Lösungsfindung zu schaffen und hilft uns, unsere Zeit und uns selbst besser kennen zu lernen. Es ist eine sozial-politische und sozial-therapeutische Theaterkunst, die angesichts alter und neuer Herausforderungen des Alltags die Menschen zum Nachdenken anregt und plötzlich Lösungen für die angesprochenen Probleme aufwirft.

Theater der Unterdrückten: Im Forumtheater wird nach einer dramaturgischen Methode gearbeitet, die sich ausdrücklich an Profis und Laien, Schauspieler und Nicht-Schauspieler gleichermaßen wendet: das Theater der Unterdrückten wurde in den 1970 Jahren von dem brasilianischen Dramaturgen Augusto Boal entwickelt und hat seitdem weltweit Verbreitung gefunden. Es wird versucht, dem Theater neue Dimensionen zu eröffnen, um es zu einem wirksamen Mittel im Verständnis von individuellen und sozialen Problemen zu machen und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Alle Teilnehmenden werden praktisch befähigt, selbstständig Theater zu schaffen und die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten sowohl im Theater als auch im täglichen Leben und zu erweitern.

Es soll pro Werkstatt jeweils ein Forumtheater zur Aufführung gebracht werden, dessen Handlung auf realen Ereignissen beruht. In diesem von den Teilnehmenden der Theaterwerkstatt szenisch dargestellten Konflikt beugt sich die unterdrückte Person derjenigen, durch welche sie unterdrückt wird. In der anschließenden der Forum-Debatte wird das Stück neu gespielt und jemand aus dem Publikum wird aufgefordert, auf die Bühne zu treten, um eine andere Lösung für das dargestellte Problem zu finden.

Publikum soll bei der Aufführung intervenieren: Zuschauer wohnen einer Aufführung bei und am Ende können sie auf die Bühne kommen und in die wiederholt dargestellte Szene intervenieren, um zu versuchen, die dargestellten Konflikte zu lösen.

Wer mitmachen möchte: Metaforen für Kunst und Kultur e.V. Päwesiner Weg 15 a,  Tel.: 030 / 23 40 49 79 oder 0176 5440 2195 Email: metaforen.e.v@gmail.com www.metaforen.de, www.kulturderreinenherzen.org

befreiende Pädagogik – befreiendes Theater

Sa 13.10.2018  im Friedensmuseum

Nürnberg von 10-17 Uhrfriedensmuseum nürnberg

Theater der Befreiung nach Augusto Boal

Angesichts globalisierter und komplexer Unterdrückungsstrukturen bietet Boals Theateransatz wertvolle Ansätze für selbstbestimmtes Handeln und Empowerment. Er nutzt die Kraft, die in unseren Wünschen nach Veränderung liegt.

In dem Workshop werden wir uns mit Konflikten und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Ziel ist die Erweiterung des persönlichen und politischen Handlungsspielraums.

Theatererfahrung ist nicht notwendig. Bitte bequeme Kleidung und Schuhe mitbringen.

Die Referentin Isabella Bischoff lebt als freiberufliche Theaterpädagogin in Freiburg. In den 90er Jahren hat sie mit Augusto Boal und dem Centro de Theatro do Oprimido Rio zusammen gearbeitet. Dauer 10-17 Uhr Teilnahme nach Voranmeldung bis zum 1.10.2018.

Teilnahmegebühr 15 (ermäßigt 10) Euro Bitte jetzt schon anmelden!


– und die Theorie dahinter:

befreiung-menschlichkeit AGSPAK Freire

Heute ist es notwendig, die befreiende Pädagogik und die Sprengkraft des Forumtheater neu zu erzählen, weil die Ursprünge und Ausbreitung, aber auch die Einbettung in die verschiedenen Theater-Entwicklungen nicht mehr leicht nachvollziehbar sind.

Neben einigen experimentellen Stücken kommt es mir vor, als wären die Stücke der Staatstheater wieder die selben wie in den 60er Jahren, unterbrochen von einer Textflächen-Vortragung …

… doch habe ich nicht mehr den Einblick und die Begeisterung wie damals, als ich noch „die Giese“ im Werkraum erleben konnte und von Plenzdorffs „Neuen Leiden des jungen W.“ elektrisiert war wie von

Die Übertragung der Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire in die deutsche Realität. Sie begann in den 70er Jahren über die damaligen Kultur-Botschafter, „Entwicklungshelfer“, vor allem verankert im kirchlichen Bereich.

Im Studium hatten wir erste hektographierte Blätter, getippt und abgezogen in Spiritus-Abzugs-Apparaten, um zu lesen, zu besprechen und zu verstehen, was da in wilden Worten stand: Die Ausdrucksweise und das politisch engagierte Denken waren uns noch fremd.

Dann fand sich die europäische Ebene der Bewusstseinsbildung, in der AG SPAK vertreten durch einen Freire-AK mit einer kleinen Schriftenreihe bewusst-päd.

Daraus erfolgte dann 1992 die Gründung der Paulo-Freire-Gesellschaft in München, über einige Jahre etwa vierteljährlich mit der Herausgabe der“zeitschrift für befreiende pädagogik“, (die Internet-Veröffentlichung wäre ein nächstes Projekt) ab 200x zog der Verein nach Berlin in eine dort aktive Szene um.

Zur befreienden Pädagogik

plakatdie, wie auch in Süd- und Mittelamerika vor allem in der Erwachsenenbildung angewandt wurde, kam in den folgenden Jahren das Theater der Unterdrückten. Mit seiner später zentralen Methode, dem

Forumtheater

entwickelte Augusto Boal beginnend  in den 70ern eine Methoden-Reihe, die aus der normalen volks-orientierten Dramaturgie und Theaterinszenierung in den Kampf gegen die Militärdiktatur, die Zensur, auch auf die internationale Ebene geriet:

TheaterMachtPolitikNach seiner Verhaftung nach einem Auslands-Aufenthalt wurde Augusto Boal verhaftet und sollt ein der Folter gestehen: „sein Vaterland Brasilien im Ausland verleumdet zu haben, in dem er behauptet habe, in Brasilien werde gefoltert“.

Als er auf diesen Vorwurf hin lachte, waren sie nicht sicher, ob er noch bei Sinnen sei … und sie ließen ihn auf internationale Proteste, auch aus Deutschland (Theater heute) ins Exil, das er zuerst in lateinamerikanischen Ländern, dann in Portugal und Frankreich begann, mit einem Lehrauftrag an der Sorbonne und dem Aufbau eines „Zentrum zur Heilung von Autoritäts- und Erziehungs-Schäden.

Augusto Boal Autobiografie
Augusto Boal Autobiografie

In der europäischen Theater- Workshop-Szene, die damals zwischen Bread & Puppet, Living-Theater und existentiellen Clowns, dem „Armen Theater“ von Jerzy Grotowski und den Inszenierungen von Tadeusz Kantor, die unseren Kanon von wilden Theaterleuten erweiterten, fand Augusto eine breite Teilnehmerschaft für große Workshops in München, Berlin und Hamburg, an denen DramaturgInnen und Regisseure sowie Schauspielende mit allen ihren Spiel-Erfahrungen teilnahmen, aber auch Interessierte aus der Bildungs- und Sozialpädagogik, ausgestiegene Lehrkräfte und KünstlerInnen aller Art.

Internationale Treffen in Brasilien und Toronto, Wien, Rotterdam

werden jetzt auch durch kleine Festivals in Berlin, Halle, Wien … vorbereitet

Internationale Seiten und Austausch

Theatre of the Oppressed, a term coined by Augusto Boal, is a series of theatrical analyses and critiques developed in the 1950s.

Theatre of the Oppressed | The Mandala Center for Change www.mandalaforchange.com/site/applied-theatre/theatre-of-the-oppressed

„The purpose of Theatre of the Oppressed is to rehumanize humanity.“ — Augusto Boal Theatre of the Oppressed What is Theatre of the Oppressed?

noch in Arbeit –

http://theater-erleben.de von Nicole Suchanek in Witten – offen für Studierende

theater der unterdrückten – Harald Hahn www.harald-hahn.de/theaterderunterdrueckten.html

Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal „ Keine akrobatischen Leistungen sind angestrebt, sondern das Ausschöpfen all dessen, was in uns angelegt …

Fortbildungen in Gauting

jokers_GEIm Institut für Jugendarbeit 1988-

Als europäische Tagung mit Augusto

mit einer Aufführung im Rathaus-Sitzungssaal München, geschildert in Symbolism in Munich

Legislatives Theater in Europa?

Wien im Justizministerium, Video auf youtube

Berlin

Curinga-Projekt quer durch’s Land

Szenen und Treffen in Berlin, Potsdam, Halle … mit internationalem Austausch

kleine regionale Gruppen

Immer wieder Schulprojekte

Artikel

bewusst – werkstatt-buch

veröff

 

Gute Quellen

https://dokumente-online.com/die-paedagogik-der-unterdrueckten-von-paulo.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Paulo_Freire

https://fritz-letsch.wikispaces.com/Paulo+Freire

Augusto Boal auf der Website des Paulo Freire Zentrum 30.11.2004 | Stefan Lumplecker

Forumtheater als Erfahrungs-Lernen

theatermachtpolitik.jpg
Simone Odierna/Fritz Letsch: Theater macht Politik. Forumtheater nach Augusto Boal.Ein Werkstattbuch AG SPAK Verlag

Forumtheater:

fritz-letsch.eineweltnetz.org

Regelmässig geraten wir in ein Dilemma, und kaum sind wir wieder draußen, könnten wir es wiederholen.

Bert Brecht suchte mit Freunden und KollegInnen nach neuen Ausdrucksformen der Aufklärung für das Theater und nach gemeinschaftlichen Arbeitsformen darin, wie mit Erwin Piscator, der auch neue Theater-Bauten dafür entwarf, und im Exil in New York die Theaterpädagogik dazu entwickelte, wie sie uns Judith Malina berichtete und im Living Theater lebte, bis heute weiter gespielt und gelebt.
Augusto Boal fand seine Theater-Methoden im Dialog der brasilianischen Volkstheater-Tradition mit der befreienden Pädagogik von Paulo Freire, im Kampf gegen Militärdiktaturen und im Aufbau demokratischer Strukturen in den Arbeiter-Bewegungen.
Zuletzt schrieb er noch eine „Ästhetik der Unterdrückten“ gegen die Orientierungslosigkeit in der modernen Warenwelt.

Forumtheater kann die Anliegen und Problemstellungen einer Gruppe in der Öffentlichkeit präsentieren und diskutieren, um bis zum **Legislativen Theater** auch Gesetzesänderungen zu erreichen.

Augusto Boal entwickelte vor dem Hintergrund der Arbeiten von Bert Brecht und Erwin Piscator und der befreienden Pädagogik von **Paulo Freire** in Brasilien neue Methoden kommunikativer Theaterarbeit, die in seinem Exil in den 1980er nach Europa und sich dann in der Bildungsarbeit weltweit verbreiteten.

Bilder zu Themen
Aus dem Augenblick der Idee eine Geste von Angst / Druck / Ärger vorstellen
Das „Lesen der Geste“ aufnehmen und in Gedanken wirken lassen

Themen zu Szenen
Aus den Themen der Gruppe die eigenen Empfindungen wachsen lassen: Anderes und Eugenes

Forum-Szenen für ein Publikum
In (etwa) Fünfer-Gruppen Erlebnisse erzählen und auswählen, zu einer Symbol-Szene kombinieren

Legislatives Theater mit Gruppen aller Themen
Hören, dass eine Gruppe in Thema richtig adressieren kann: Recht als veränderbar erleben

Aktion mit allen Teilnehmenden

Für alle Beteiligten: Alle haben eine Aufgabe, auch der Dokumentation / Reflexion / …
Erste Anleitung in großem Zirkel, versetzt stehend, die methodischen Schritte kennen-lernen

Körperwahrnehmung

zum Lockern und zur Vorbereitung für den mutigen Ausdruck

Alle stellen sich in einem großen Kreis, versetzt hintereinander, und bewegen nach Anleitung von den Zehen über Hüften und Rückgrat, Schultern und Kinn, Nasenspitze bis zu Stirn und den Ohren … (5-10 min)

„Testverfahren“ zu zweit / zu dritt: Mit der Hand ein Gesicht führen und die Grenzen der Beweglichkeit erreichen, zu zweit, tauschen, verabschieden, / zu dritt / kurz nach-besprechen (5 -10 min)

Statuen bauen

Ausdruck und Eindruck: Vorbereitung zu Statuen: Die fünf Schritte:

  • Eine Person „ergreifen“: Hand und Gesicht … in Verbindung
  • Die Haltung verändern, Stellung der Füße – Erlaubnis der Berührung
  • Das Gesicht „wie im Spiegel“ zeigen
  • Die Augen auf einen Auslöse-Punkt richten
  • Einen Ton, ein Wort, einen Satz … ein-flüstern

Alle Bild-Gestaltenden besichtigen und begegnen die anderen Statuen

Die Statuen begegnen sich untereinander: Was passiert?

kurze Pause, Austausch, Wechsel, Wiederholung, voneinander verabschieden

Ende der Methoden-Anleitung, Kurze Einführung zu Forum-Szenen und den dramatischen Punkt

Start mit inhaltlichem Gruppengeschehen

Tabu-Themen zur politischen Arbeit

in thematisch gebildeten Fünfer-Gruppen aus Teilnehmenden-Vorschlägen
zu den bisherigen Tagungs-Themen auf Zuruf
Gruppen sollten sich teilen, wenn sie mehr als 5 Personen werden, damit alle zu Wort kommen

Situationen für mögliche Forum-Szenen in der Gruppe gegenseitig erzählen, die Schlüssel-Statue erstellen, vielleicht vorstellen?

Abschluss zum Legislativen Theater in Rio de Janeiro:

Gruppen aller Art … verschaffen sich Gehör im Rathaus

Themen- und Szenen-Sammelnde: Schreiben und Fotografieren?
In Gruppen auf Pinnwänden präsentieren: Stichworte, Themenbereiche,
Fotos als Web-Show, Freigabe-Vorgang der Bilder für Dokumentation?


Vertiefende Workshops:
*Den Körper und seinen Ausdruck in Übungen präsent machen*
Wanderung durch den ganzen Körper und seine Ausdrucksfähigkeit, Statuen- und Bildertheater für die genauere Verständigung „unter Druck“ Stimmen hören und Gedanken lesen: Intra- Projektion als typische Methode für die soziale und gesellschaftliche Arbeitsrichtung des Theater der Unterdrückten;

*der Blick für den Dramatischen Punkt.*

Grundlagen der Theaterpädagogik für die verschiedenen Alters- und Zielgruppen: Motivation, Einladung, Wissen um Theaterformen, Ängste; Nachbesprechung und gemeinsame Auswertung, Protokollformen Vom Statuen- zum Forum-Theater: Die Joker-Rolle und die Mechanik der Veränderung

Forum-Theater braucht Dramatische Gestaltung;

Vom Bild zur Handlung.
Proben-Techniken zur Vertiefung und Schärfung des Ausdrucks, Stimm-Konzert
Die Arbeit des Jokers: Spielleiter und Anwalt des Publikums, Moderation.
Entstehen und Entwicklung des Theater der Unterdrückten in seiner südamerikanischen Herkunft,
Transfer in europäischen Anwendungen,
Reflexionen unserer pädagogischen Grundlagen und der Praxis-Bewertung

Kraft-Rituale und gezielte Dramatik: Mit Publikum spielen Zuspitzung von Szenen für die Mitarbeit des Publikums: Mechanismen der Unterdrückung sichtbar machen, für Eingriffe und Veränderung zugänglich. Das Spiel der Macht: Gestaltung stärkender Pädagogischer Arbeitsformen

Der Unterschied zwischen idealistischer Theaterpräsentation und episch- veränderbarer Darstellung: Brechts Vorstellungen und unsere kulturellen Ausdrucksformen im Spiegel des politischen und gesellschaftlichen Bewusstseins, Möglichkeiten zukunftsweisender Gestaltungen.

Forumtheater-Seminar zur Arbeit mit Traumatisierten

Forumtheater ist die wichtigste Form im Theater der Unterdrückten, es war immer für die politische Veränderung von unten.

Traumatisierte haben eine geschädigte oder gar zertrümmerte Selbst-Sicherheit.

Sie wieder-zu-gewinnen kann ein Prozess sein, der auf mehreren Ebenen heilsam wird:

Methoden anwenden lernen

Eigene Themen in Angriff nehmen

Szenen für ein Publikum vorbereiten

Als Joker bei heißen Themen: Begleitung?

Der heilsame Prozess:

Erinnerung in einer sicheren Gruppe zulassen

Thema an die Gruppe abgeben, Regie übernehmen

Einfühlungsvermögen der Anderen erleben

Lösungsversuche in der Gruppe erleben: Scheitern & Einfühlung

Reflexionen in der Gruppe: 

Blick auf Überlebensstrategien und eigene Stärken

Forschende Gruppe achtet auf Langzeit-Wirkung

Literatur: Theater macht Politik, 

darin: 

Gitta Martens, Forumtheater im öffentlichen Rahmen S.31 ff

Petra Lemke, Forumtheater schafft mehr als eine Wirklichkeit S.60 ff

Paulo Freire und Augusto Boal: 2.Mai Todestag

Transformativ Forschen und Bilden mit Freire: freire1994muenchen

Ein Abend zum 20. Todestag Paulo Freires. Di 2. Mai 2017

Was bleibt von Paulo Freires Denken und Forschen 20 Jahre nach seinem Tod?
Wie prägt uns sein Denken heute und wie kann seine Idee der Transformation in Bildung und Forschung gelebt werden?
Diesen Fragen widmen wir uns am 20. Todestag des inspirierenden Pädagogen. Persönliche Reflexionen und Erfahrungsberichte werden uns Freires Handeln und Denken an diesem Abend nahe bringen.

Dienstag 2. Mai 2017, 18.00 – ca. 20.00 Uhr.
Ort: Alois Wagner-Saal im C3, Sensengasse 3, 1090 Wien.
Nähere Infos und Anmeldung: http://www.pfz.at/article1888.htm

Zu Augusto Boal wird es sicher auch Erinnerungen geben: www.forumtheater.wikispaces.com

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Newsletter Paulo Freire Zentrum

Nr. 5 – 2017, 02. Mai 2017

Anlässlich des heutigen 20. Todestages Paulo Freires bieten wir eine kleine Auswahl zur Nachlese über Freires Leben und Werk – sieben Texte aus den 777 Texten auf unserer Website, in denen Paulo Freire genannt wird. Weiters laden wir heute Abend zu einer Veranstaltung. Und darüber hinaus haben wir uns entschlossen, unseren Newsletter optisch dem Gang der Zeit anzupassen und nun auch in html-Formatierung zu versenden!

  1. Heute: 20. Todestag Paulo Freires (1921-1997)
    Eine Kurzbiographie
    Zur Relevanz der Ideen Paulo Freires
    – Befähigung zum Dialog. Paulo Freires „Pädagogik der Unterdrückten“.
    – Demokratie ist mehr als eine politische Form. Paulo Freires „Erziehung als Praxis der Freiheit.“
    – Paulo Freire respektieren und kritisch reflektieren. Kira Funke und unsere Veranstaltung von 5 Jahren zum 15. Todestag Paulo Freires.
    – Paulo Freire heute. Eine Präsentation des Heftes 3 (2007) des Journals für Entwicklungspolitik (JEP).
    – Transformativ Forschen und Bilden mit Freire: Ein Abend zum 20. Todestag Paulo Freires. Di., 02. Mai 2017
  2. Neues auf unserer Website:
    – Von Lenin zu Antonio Gramsci und Paulo Freire. Sozialistische Entwürfe Abseits der Orthodoxie.
    – Banane kann mehr – Soziale Inklusion durch Solidarökonomie im Atlantischen Regenwald.
    – Moderne Sklaverei in chinesischen Elektronikunternehmen und unser iPhone.
  3. Auf dem Weg zur Entwicklungstagung:
    – Gesellschaftlicher Wandel als Lernprozess (Teil 3).
    – Treffen der Entwicklungsforscher/innen. Fr., 19. Mai 2017.
  4. News aus dem C3-Centrum für Internationale Entwicklung:
    – C3-Award 2017: Preisverleihung für Vorwissenschaftliche Arbeiten mit anschließendem Fest
    – C3 Radio: „Um – WELT – gestalten“.
  5. Aktuelle Hinweise:
    – Auf dem Weg in die digitale Zukunft: Wo liegen Chancen und Risiken für eine nachhaltige Entwicklung? Do., 11. Mai 2017.
    – What Time is it on the Clock of the World? Sa., 13.Mai 2017.
    – Begegnung von Nord und Süd: Besuch des Guarani-Kaiowa Kaziken Ládio Veron in Wien. Do, 18. Mai 2017.
  6. Zum Schluss: Ein Zitat über Paulo Freire.

  1. HEUTE: 20. TODESTAG PAULO FREIRES (1921-1997)

– Eine Kurzbiographie.
Wer war Paulo Freire? Paulo Freire wurde am 19.9.1921 in der Provinzhauptstadt Recife im Nordosten von Brasilien geboren und wuchs in einer kleinbürgerlichen Familie auf. Während der Weltwirtschaftskrise 1929 lernte er Armut und Hunger kennen. Wie ging es weiter?
http://www.pfz.at/article178.htm

– Zur Relevanz der Ideen Paulo Freires.
Paulo Freire verkörpert den engagierten Intellektuellen, der Denken und Lernen für ein großes Ziel miteinander verbindet: dem immer neuen „Auszug aus dem Status Quo“. Seine Methode der Bewusstseinsbildung (conscientizacao) zielte darauf, die Welt lesen zu lernen.
http://www.pfz.at/article52.htm

– Befähigung zum Dialog. Paulo Freires „Pädagogik der Unterdrückten“.
Worum geht es im Hauptwerk Paulo Freires? „Die Pädagogik der Unterdrückten ist ein Instrument der Entdeckung, dass in ihnen und in ihren Unterdrückern die Enthumanisierung Gestalt angenommen hat“, schreibt Freire.
http://www.pfz.at/index.php?art_id=387

– Demokratie ist mehr als eine politische Form. Paulo Freires „Erziehung als Praxis der Freiheit.“
In „Erziehung als Praxis der Freiheit“ analysiert Paulo Freire am Beispiel Brasiliens die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Demokratisierung. In diesem Zusammenhang unterstreicht der brasilianische Befreiungspädagoge die Notwendigkeit einer Demokratisierung durch Bildung und Kultur.
http://www.pfz.at/index.php?art_id=426

– Paulo Freire respektieren und kritisch reflektieren. Kira Funke und unsere Veranstaltung von 5 Jahren zum 15. Todestag Paulo Freires.
Die Erziehungswissenschaftlerin Kira Funkte beschäftigte sich im Rahmen ihrer Dissertation, 2010 im Waxmann-Verlag erschienen, intensiv mit Paulo Freire, seinem Werk, seiner Wirkung und seiner Aktualität. Wir luden sie vor fünf Jahren zu einer Veranstaltung nach Wien ein.
http://www.pfz.at/article1264.htm

– Paulo Freire heute. Eine Präsentation des Heftes 3 (2007) des Journals für Entwicklungspolitik (JEP).
Paulo Freire gilt heute als einer der wichtigsten VolksbildnerInnen. Seine Besonderheit liegt unter anderem daran, dass ein Intellektueller aus der Peripherie einer aus den Ländern des Zentrums stammenden Disziplin, der Pädagogik, einen wesentlichen Impuls zu geben vermochte. Um die Aktualität Paulo Freires 10 Jahre nach seinem Tod zu diskutieren haben Andreas Novy und Gerald Faschingeder eine Ausgabe des des Journals für Entwicklungspolitik (JEP) herausgegeben.
http://www.pfz.at/article632.htm

– Transformativ Forschen und Bilden mit Freire: Ein Abend zum 20. Todestag Paulo Freires. HEUTE, Di., 02. Mai 2017.
Am 2. Mai 1997 verstarb Paulo Freire, die markanteste Gestalt im Aufbruch des Bildungsdiskurses der 1970 und 80er Jahre – sowohl in Lateinamerika, als auch in Europa. Was bleibt von Paulo Freires Denken und Forschen 20 Jahre nach seinem Tod? Wie prägt uns sein Denken heute und wie kann seine Idee der Transformation in Bildung und Forschung gelebt werden? Diesen Fragen widmen wir uns am 20. Todestag des inspirierenden Pädagogen. Persönliche Reflexionen und Erfahrungsberichte werden uns Freires Handeln und Denken an diesem Abend nahe bringen.
Di., 02. Mai 2017, 18.00 – ca. 20.00 Uhr. Alois Wagner-Saal im C3, Sensengasse 3, 1090 Wien.
Nähere Infos und Anmeldung

2. NEUES AUF UNSERER WEBSITE:

– Von Lenin zu Antonio Gramsci und Paulo Freire. Sozialistische Entwürfe Abseits der Orthodoxie.
Welche Verbindung besteht zwischen dem ehemaligen sowjetischen Führer Lenin, dem italienischen Politiker Gramsci und dem brasilianischen Pädagogen Freire? 2017 ist ein bedeutendes Jahr, um sich jenen Denkern zu widmen, denn heuer jährt sich die Oktoberrevolution zum 100. Mal, der Todestag Gramscis liegt 80 Jahre und der Freires 20 Jahre zurück. Der Artikel von Marina Naomi Noack bietet eine thematische Wanderung zwischen Herrschaftskritik, Machtfragen und politischer Befreiung, deren Wegweiser drei historische Figuren mit hochaktuellen Themen sind: http://www.pfz.at/article1906.htm

– Banane kann mehr – Soziale Inklusion durch Solidarökonomie im Atlantischen Regenwald.
Der Bananenbauer Gilberto Ohta de Oliveira sprach im Rahmen eines Workshops am „Gutes Leben für alle“ Kongress über soziale Inklusion in der Wirtschaft – in Brasilien und darüber hinaus. Sein Vortrag bot Visionen und Erfahrungen im Arbeiten für eine solidarische Zukunft der (Land-) Wirtschaft. Die persönliche Geschichte und das Engagement dieses erfolgreichen Kleinbauern aus Brasilien zeigen den Sinn und die Bestrebungen um eine solidarökonomische Transformation. Isabella Wagner war beim Workshop und berichtet: http://www.pfz.at/article1905.htm

– Moderne Sklaverei in chinesischen Elektronikunternehmen und unser iPhone.
Jenny Chan von der Hong Kong Polytechnic University sprach im Rahmen der Ringvorlesung „Globale Güterketten – Weltweite Arbeitsteilung und ungleiche Entwicklung“ über Arbeitsbedingungen in chinesischen Elektronikunternehmen. Als Beispiel wurde Foxconn herangezogen, das größte Unternehmen in Chinas Elektronikbranche. Die Arbeitsbedingungen seien physisch als auch psychisch unzumutbar. Chan berichtete über die Verzweiflung der Betroffenen sowie Möglichkeiten des Widerstandes von Seiten der Beschäftigten, WissenschaftlerInnen und KonsumentInnen – nachzulesen im Artikel von Barbara Groß:http://www.pfz.at/article1904.htm
3. AUF DEM WEG ZUR ENTWICKLUNGSTAGUNG:

– Gesellschaftlicher Wandel als Lernprozess – Teil 3.
Durch welche Strategien und AkteurInnen kann der gesellschaftliche sozial-ökologische Wandel unterstützt werden? Der letzte Teil der Artikelserie von Michael Narberhaus behandelt die Kernrollen für eine systemische Veränderung. Er zeigt auf, warum politische Kampagnen und Themensetzung wichtig sind und weshalb neue Räume für Dialoge geschaffen werden müssen. Eines scheint klar zu sein: Auch wenn unsicher ist, ob es je zu einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel kommen wird, ist dies unsere einzige Möglichkeit für eine nachhaltige und gerechte Zukunft. Hier Teil 3 der Artikelserie.

– Treffen der Entwicklungsforscher/innen. Fr. 19. Mai 2017.
Im Vorfeld zur 7. Österreichische Entwicklungstagung findet am 19. Mai 2017 ein „Treffen der Entwicklungsforscher/innen“ statt: Zum 6. Mal tagen WissenschafterInnen der Entwicklungsforschung, diesmal um unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge zum Thema „Sozial-ökologische Transformationen. Perspektiven österreichischer Entwicklungsforschung“ in den Fokus zu nehmen.
Zeit: 19. Mai 2017, 11.00-18.00 Uhr.
Ort: Großer Saal des OeAD, Erdgeschoß, Ebendorferstraße 7, 1010 Wien.
Nähere Infos: http://www.pfz.at/article1878.htm
Anmeldung: http://www.pfz.at/article1897.htm
4. NEWS AUS DEM C3-CENTRUM FÜR INTERNATIONALE ENTWICKLUNG:

– C3-Award 2017: Preisverleihung für herausragende Vorwissenschaftliche (Diplom-)Arbeiten mit anschließendem Fest.
Das C3-Centrum für Internationale Entwicklung lädt am 30. Mai 2017 zur feierlichen Verleihung des C3-Awards 2017 ein! Prämiert werden herausragende Vorwissenschaftliche Arbeiten und Diplomarbeiten, die einen thematischen Bezug zu Internationaler Entwicklung haben und globale Vernetzungen mit einem kritischen Zugang berücksichtigen. Die fünf entwicklungspolitischen Organisationen im C3 freuen sich darauf, die ausgewählten Arbeiten im Rahmen eines Festaktes vorzustellen und auszuzeichnen! Nach der Übergabe der Preise durch Ulrike Lunacek (MEP), Peter Launsky-Tieffenthal (BMEIA), Petra Bayr (Abg.z.NR) und Franz-Joseph Huainigg (Abg.z.NR) wird zum gemütlichen Ausklang mit Musik und Trank geladen.
Zeit: Di., 30. Mai 2017, 18.30 Uhr.
Ort: C3-Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien.
Nähere Infos und Anmeldung
Rückblick auf den C3-Award 2016

– C3 Radio: „Um – WELT – gestalten“.
Am 4. April 2017 waren die einladenden Räume der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik ein Ort der besonderen Begegnung. Insgesamt 24 „lebende Bücher“ haben im persönlichen Gespräch Einblick in ihre Erfahrungen im ehrenamtlichen und/oder beruflichen Engagement für eine Veränderung (in) unserer UmWELT gegeben. Die TeilnehmerInnen konnten mit AkteurInnen, die an der Schnittstelle von Umwelt- und Sozialem arbeiten, über ihr Engagement sprechen. Das C3 Radio war dabei, die Sendung wird am Mi., 10. Mai 2017, um 18.30 Uhr ausgestrahlt.
5. AKTUELLE HINWEISE:

– Auf dem Weg in die digitale Zukunft: Wo liegen Chancen und Risiken für eine nachhaltige Entwicklung? Do., 11. Mai 2017.
Die Veranstaltungsreihe „Mut zur Nachhaltigkeit“ bietet Raum für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. ExpertInnen berichten über die aktuellen Fragen unserer Zeit und diskutieren sowohl mit Personen aus der Praxis als auch dem Publikum innovative Wege und Möglichkeiten einer nachhaltigen gesellschaftlichen Transformation. Am 11.Mai spricht Tilman Santarius über Chancen und Risiken der Digitalisierung für Ressourcen- und Klimaschutz sowie die sozialen und ökologischen Implikationen dieser Entwicklung.
Zeit: Do., 11. Mai 2017, 18:00-20:00 Uhr.
Ort: Kommunalkredit Public Consulting, Türkenstraße 9, 1090 Wien.
Nähere Infos und Anmeldung

– What Time is it on the Clock of the World? Sa., 13.Mai 2017.
Im Rahmen der Wiener Festwochen spricht Gayatri Chakravorty Spivak über die Gleichzeitigkeit von sozialen und politischen Transformationen in einem globalen Kontext jenseits westlich-hegemonialer Erklärungsmuster. In ihren Überlegungen verbindet sie die historische Verortung aktueller Entwicklungen mit dem aktivistischen Moment zur Veränderung aktueller Verhältnisse.
Zeit: Sa., 13. Mai 2017, 17:00 Uhr.
Ort: Rathaus Festsaal, Friedrich-Schmidt-Platz 1, 1010 Wien.
Nähere Infos und Anmeldung

– Begegnung von Nord und Süd: Besuch des Guarani-Kaiowa Kaziken Ládio Veron in Wien. Do., 18. Mai 2017.
Ládio Veron Cavalheiro ist Kazike der Gemeinde Takuara und Vertreter der Aty Guaçu (Generalversammlung der Guaraní-Kaiowá), ein Gremium von Kaziken, die sich für Autonomie und ihren Lebensraum einsetzen. Im Rahmen einer europaweiten Solidaritätsreise macht er Station in Wien, um über die prekäre Situation der Guarani-Kaiowá im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul zu berichten.
Zeit: Do., 18. Mai 2017, 19.00 Uhr.
Ort: Kulturzentrum Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien.
Nähere Infos

  1. ZUM SCHLUSS: EIN ZITAT ÜBER PAULO FREIRE.

„[Eines ist klar ] Paulo Freire wurde nicht als revolutionärer Retter eines Volkes geboren, sondern entwickelte sich im Laufe seines Lebens durch unterschiedlichste Erfahrungen und Wirkungskreise zu einem Pädagogen, der sich der Befreiung des Volkes durch eine bewusstseinsbildende Pädagogik verschrieb, was damals wie heute durchaus als revolutionär im etymologischen Sinn zu verstehen ist: als ein Wieder-Aufrollen des Verständnisses von Pädagogik, ihren Aufgaben, Möglichkeiten und Pflichten in einer Welt, die alles andere als perfekt ist.“

(Kira Funke 2010: Paulo Freire. Werk, Wirkung und Aktualität. Münster/New York/Berlin/München: Waxmann Verlag, S. 45)


TRÄGER DES PAULO FREIRE ZENTRUMS

Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik an den österreichischen Universitäten im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung – www.centrum3.at
Sensengasse 3, A-1090 Wien
Tel.: ++43/1/317 40 17
Fax: ++43/1/317 40 10 150
E-mail: office@mattersburgerkreis.at

IMPRESSUM

Paulo Freire Zentrum für transdisziplinäre Entwicklungsforschung und dialogische Bildung im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung – www.centrum3.at
Sensengasse 3, 1090 Wien
Tel.: +43 / 1 / 317 40 17
Fax: +43 / 1 / 317 40 10 150
E-mail: office@pfz.at
Web: http://www.paulofreirezentrum.at


Besuchen Sie das Paulo Freire Zentrum auch auf Facebook: http://www.facebook.com/paulofreirezentrum

Dieser Newsletter ist ein Medium des Paulo Freire Zentrums Wien und dient der Verbreitung der Ziele des Paulo Freire Zentrums. Insbesondere sollen öffentliches Wissen und gemeinsames Lernen die Kompetenz und das Verantwortungsbewusstsein für ein demokratisches und solidarisches Gemeinwesen bilden.

Gefördert aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit.

Wohnsinn?

neuer Gewinn durch gemeinsames Arbeiten, Leben und Wohnen

28.4.-1.5. in Walberberg / Bornheim / Köln / Mühlheim

Zukunftswerkstatt ist …

Robert Jungk und Danilo Dolci

Die Impulse der Arbeiterpriester: Emmaus, …

Kritische Theorie und Praxis

Veränderung und Change Managementcontainer für jedermann

Wohnen konkret: Architektur und Beteiligung, Genossenschaft und  Selbstorganisation

Berichte von der 32. jährlichen großen offenen Zukunftswerkstatt der selbstorganisierten  Moderierenden entstehen

Hexenturm Walberberg

wird erscheinen … in der Jungk-Bibliothek JBZ in Salzburg

Leichte Erzählung zur Geschichte des Kreises

Thema Leben, Wohnen und Arbeiten

Zukunftswerkstatt 4.7

Dschungel.jpg

Geschichte der Methoden und Bildungsarbeit

Zusammen leben mit Geflüchteten: Rückblick in die Lausitz

Artikel Contraste

Publik Forum, …

Der Syrische Blick:  Auf dem Weg ins Paradies: Ich will euch dabei haben

Ausblick:

Zukunftswerkstatt für die Friedensbewegung, wenigstens für die Verteuerung der Waffen,

Rüstung wenigstens teurer machen,

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

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