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Forumtheater lässt das Publikum die Lösungen finden

Forumtheater kann in allen Lebensbereichen die Auswege finden: Dialogisch und Gemeinschaftlich

Entsprechend steht die Seite https://www.facebook.com/forumtheaterBOAL für Ankündigungen und Vernetzung allen offen, die Aufführungen und Workshops ankündigen wollen. Auf twitter dazu @forumtheater – Einführung mach gern auch dazu!

Das Joker-Netz startete auch für diesen Zweck … und gern richte ich ich KollegInnen eine Mailadresse xxx@joker-netz.de (bei 1&1) ein, 2GB oder als Weiterleitung auf deinen bestehenden Account.

Das wiki zum forumtheater könnte auch Mitarbeit brauchen, bei Wikipedia ist es ja heute nicht mehr so leicht …

Ein neues Buch mit Erfahrungen, auch zur „Ästhetik der Unterdrückten“ ist in Vorbereitung … und der Verlag wird es 2012 rausbringen …

forum Theater in Zeiten von Corona

Im Rahmen der Reihe im Nord-Süd-Forum München im Einewelthaus München wird es auch Forumtheater zur Bewusstseinsbildung geben:

2021 feiern wir 100 Jahre Paulo FreirePaulo Freire

Paulo Freire hatte ab den 1970er Jahren für alle international und pädagogisch Denkenden eine besondere Bedeutung:

Das Wort von den Unterdrückten, die Frage der Befreiung, auch in der Theologie, die Hoffnung gegen alle Macht der Diktatoren – trägt sie auch gegen die Macht der Vermarktungen?

Bewusstseinsbildung aktuell:

und Kritische Theorie: Die Halbbildung und den Kulturkonsum / die Konsumkultur sowie den primitiven Digitalismus zum gemeinschaftlichen Forschen und zur Selbstorganisation öffnen

Wahrnehmung üben: Überfluss und Ängste, das Denken in zu großen Systemen ohne die Bewegungen überall

Wahrnehmung üben bedeutet: Bewusst werden, was wir erwarten, unterscheiden, was wir wirklich sehen, den Unterschied als Forschungsergebnis festhalten: Ohne Moralisierungen den Überfluss und seine Folgen feststellen, dabei die gleichzeitigen Ängste von Krankheit, Tod und Verlust aushalten …Bewusstsein: Das Ich in der Gesellschaft und Welt

Was in der Kritischen Theorie von der Aufklärung durch die Entwicklung der Psychoanalyse auf Grundlage materialistischen Denkens in den humanistischen Therapien entstand, wird oft in Verbindungen genannt: Körperbewusstsein, Umweltbewusstsein, Selbstbewusstsein, aber wir sprechen selten von Gesellschafts-Bewusstsein.

Szenische Arbeit bei Augusto Boal

Augusto Boal leitet die Vorstellung zum Legislativen Theater im Rathaus München ein
Augusto Boal leitet die Vorstellung zum Legislativen Theater im Rathaus München ein

Bildertheater mit Statuen schafft Zugang zu Generativen Themen der Teilnehmende: Ärger, Angst, einen Veränderungs-Wunsch

Codierung der Thematik in eine Szene bringt eine Kommunikations-Grundlage im Jetzt

Dekodierung durch das Publikum im Gespräch und in den Veränderungs-Versuchen der ZU-Schauspieler*innen

Kritische Theorie in internationalen Hochschulen

Bei Adorno findet sich der schöne Begriff „Halbbildung“: Begrenzte Berufsausbildung, jetzt gerne „ELITE“ genannt …

Hervorgehobener Beitrag

Brechts »Lehrstück« als Reflektor mentaler und struktureller Konflikte

„Der Diskurs rund um die Pandemie provozierte viele unversöhnliche Fronten. Auf der Basis von Fragmenten eines Lehrstück-Textes von Bert Brecht werden die Teilnehmer*innen unterschiedliche Haltungen reflektieren und erproben. Das Lehrstück „lehrt, die Wirklichkeit genauer wahrzunehmen“, das „Erkennen von Haltungen durch körperliche Einfühlung, Imitation und Verfremdung ist nur möglich, wenn die Teilnehmer*innen am Lehrstückspiel sich auf ihre eigenen sozialen und politischen Erfahrungen beziehen, d.h. auf die erlebte soziale Wirklichkeit.“ (Reiner Steinweg)

Die Lehrstücke wurden ästhetisch oft kritisiert, ihre Deutung als „Propaganda“ ist allerdings ein Missverständnis. Denn ihre besondere Form lässt persönlichen Raum für die Inhalte derer, die sie erspielen. Dabei richten sich die Lehrstücke ausschließlich an Spieler*innen, die verschiedene Haltungen erproben, um Konflikte zwischen subjektiver Interessenslage und objektiven gesellschaftlichen Anforderungen zu erforschen.

Reiner Steinweg erforschte Ende der 60er Jahre als erster die »Lehrstücke«

von Bertolt Brecht und machte sie (be)spielbar. So legte er den Grundstock für eine politisch-emanzipative Theaterpädagogik.

Er bietet exklusiv für den Bundesverband Theaterpädagogik e.V. seinen definitiv letzten Workshop zum »Lehrstück« vom 22.-24. November 2022 in Dortmund an.

Das Lehrstück »lehrt, die Wirklichkeit genauer wahrzunehmen«, das »Erkennen von Haltungen durch körperliche Einfühlung, Imitation und Verfremdung ist nur möglich, wenn die Teilnehmer*innen am Lehrstückspiel sich auf ihre eigenen sozialen und politischen Erfahrungen beziehen, d.h. auf die erlebte soziale Wirklichkeit.« (Zitat Reiner Steinweg)

Auf der Basis von Fragmenten eines Lehrstück-Textes von Bertolt Brecht (1998-1956) können die Seminarteilnehmer*innen ihre unterschiedlichen Haltungen in und zu Macht- und Gewaltverhältnissen reflektieren und erproben.

Die besondere Form der Lehrstücke lässt persönlichen Raum für die Inhalte derer, die sie erspielen. Die Lehrstücke richten sich ausschließlich an die Spieler*innen, die verschiedene Haltungen erproben und eignen sich besonders, um Konflikte zwischen subjektiver Interessenslage und objektiven gesellschaftlichen Anforderungen zu erforschen.

Leitung Reiner Steinweg,Theaterwissenschaftler, Friedens- und Konfliktforscher, hat Lehrstücke Brechts erstmalig bespielbar gemacht und daraus eine eigene Methode entwickelt. Autor des Buches „Lehrstück und episches Theater. Brechts Theorie und die theaterpädagogische Praxis“

Ort: Probebühne des Theaters Dortmund 44143 Dortmund, Hannöversche Strasse 20a Zeit: Di. 11-18 Uhr, Mi. 10-18 Uhr, Do. 10-18 Uhr inkl. Pausen Kosten: BuT-Mitglieder 90,-€; Nichtmitglieder 110,-€; Studierende* 30,-€

Anmeldungen zum Workshop: https://forms.office.com/pages/responsepage.aspx?id=k0efJPvxakmMiuktKarVVc-x8MjAGTJBorEk_2YNr3FUNFY0RkJCRDhDWDREU04zSjIxQjEwREJIRyQlQCN0PWcu&fbclid=IwAR3X1SWVT4uYgZ9z2txaiC2rhumuU63l8PFw3q8JlvjUR0WWfFo3PKAxvtI

Durch Kooperation mit dem Theater Dortmund können wir eine vergünstigte Teilnahmegebühr anbieten. Sprecht uns gerne darauf an! Zahlungsfrist für Teilnahmegebühren bis Ende 2022. Sprecht uns gerne darauf an!

#brecht #lehrstück #reinersteinweg #theaterpädagogik #gesellschaft 

Literatur

Steinweg, Reiner (2005, 1995): Lehrstück und episches Theater. Brechts Theorie und die theaterpädagogische Praxis, 2. Aufl., Frankfurt/M.: Brandes & Apsel.

Steinweg, Reiner (1972): Das Lehrstück. Brechts Theorie einer politisch-ästhetischen Erziehung, Stuttgart: Metzler.

Bundesverband Theaterpädagogik 

Forumtheater-Projekt „Antigone“?

Von der Kritik über die Utopie in die Verwirklichung, die Strategie: Das sind die Spannungsbogen, wie sie auch in der Gestalt aufgemacht werden können, und wie sie immer schon im Theater und in der Theaterpädagogik durch gute Inszenierungen erzeugt werden:

Antigone als gemeinsame Volks-Diskussion

Das Stück Antigone bringt die Frage des Gehorsam um jeden Preis und die Treue zum ermordeten Bruder auf die Bühne, fragt nach, was die ethischen Hintergründe sind, https://de.wikipedia.org/wiki/Antigone_(Sophokles)

Meine Idee zur theaterpädagogischen Arbeit mit Arbeitslosen, Wohnungslosen und Interessierten ist, die Grundlagen der Praxis von Forumtheater in der Anleitung zu vermitteln, und eine Präsentation auf die Bühne zu bringen, in der die aktuellen Dialoge der Teilnehmenden (aus ihrem Alltag) in der Auseinandersetzung mit dem klassischen Stück und der Bearbeitung von Bert Brecht für das Publikum erlebbar werden.

Antigone – Sophocle / Hölderlin / Bert Brecht, eingerichtet in 147 Film-Einstellungen von Jean-Marie Straub (deutsch / französisch). Éditions Ombres, Toulouse 1992, ISBN 2-905964-68-5.

Montags 15.30 – 18h ab Oktober 2022 – erste interne und möglicherweise auch öffentliche Präsentation Dezember 2022 in München

Artikus und Basis, Minga Stammtisch und Hochschule München vielleicht auch Volkshochschulen

der zweite Band im Verlag AGSPAK-Bücher.de mit vielen Titeln zu

Selbstorganisation wie praktische Demokratie wie in Genossenschaften sowie Bürgerräte

Forumtheater in Berlin 26.und 27. August 2022

Am Freitag den 26. und am Samstag, den 27. August 2022 veranstaltet die KURINGA Theaterwerkstatt ein Wochenende mit Stücken in der emanzipatorischen Tradition des Theaters der Unterdrückten.

Die in den Stücken aufgeworfenen Fragen und Konflikte werden mit dem Publikum geteilt. Aus Zuschauer:innen werden „Zuschauspieler:innen“, die nach der Aufführung des Stücks in einem moderierten Forum ihre eigenen Sichtweisen und Problemlösungsstrategien spielerisch auf der Bühne ausprobieren.

Die Spiele beginnen jeweils um 18.00 und 20.00 Uhr in den Uferstudios, Badstr. 41A, Studio 14.

Hintergründe unter: https://kuringa.de/en/kuringa-en/ (in Englisch)

Lehrer auf der Bühne -Workshops

Das Projekt „Teachers on Stage“ (Lehrer auf der Bühne) beinhaltete Workshops für Lehrer des Departements Guavire zur Vermittlung von Theatertechniken, um den Unterricht zu bereichern und so die Schulabbrecherquote zu senken. Zusätzlich zu den Workshops ermöglichte uns dieses Projekt die Veröffentlichung von drei Büchern, die in Kürze erhältlich sein werden, sowie einer Reihe von Podcasts und Videos.

Möchtest Du die Podcast-Serie „Profes al escenario“, über Migration, Theater und Literatur mit Lehrern aus #Guaviare hören? Die Serie wurde in Deutschland und Kolumbien produziert, von Aluna Minga und RedLenguaje:
Ingresar a Serie de Podcasts / Zugang zur Podcasts-Serie
Ingresar a los videos / Zugang zum Playlist – Youtube

El evento de clausura del proyecto creció hasta convertirse en la primer feria del libro de el Departamento de Guaviare, gracias al apoyo de muchas otras instituciones y organizaciones. 
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Die Abschlussveranstaltung des Projekts entwickelte sich dank der Unterstützung vieler anderer Institutionen und Organisationen zur ersten Buchmesse im Departement Guaviare.

Aluna Minga-Team

Wir möchten Dich bitten, die Podcast-Serie und unsere Playlist auf Youtube mit Deinen Kontakten zu teilen und zu bewerben.
Wenn Du z. B. einen Radiosender kennst, bei dem die Sendung ausgestrahlt werden kann, würden wir uns freuen, dies zu tun. Wir hoffen, dass es Dir gefällt!

Schließlich laden wir Dich ein, Dich mit einem Beitrag zur Deckung der Kosten dieser wunderbaren Veranstaltung zu beteiligen. Du kannst Deinen Beitrag auf das Konto einzahlen:

Donaciones  | Spendenkonto Aluna Minga e.V. GLS Bank  IBAN:  DE09 4306 0967 8241 1451 00 BIC:   GENODEM1GLS Zweck: Feria Libro Guaviare

Viele Kolleg*innen im Forumtheater

Viele Kolleg*innen in allen pädagogischen Bereichen

nutzen die Methoden von Augusto Boal zur Erstellung von Szenen, manchmal auch für Filme, wie unten, und etliche berichteten wie in Visionen der Veränderung und in dem früheren Grundlagen-Buch „Theater macht Politik“

„Die Film-Form habe es ihnen erlaubt, die Szenen bei Online-Treffen zu entwickeln. Zum Proben und Drehen trafen sich die Jugendlichen in Kleingruppen. Scheidl und Weinreich wählten als Grundlage das sogenannte Forumtheater nach Augusto Boal. Diese Methode diene dazu, auf Probleme aufmerksam zu machen, erklärt Scheidl. Das Publikum habe dabei die Möglichkeit, Konfliktlösungen zu entwickeln und auszuprobieren.“ https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/kempten/sexuelle-gewalt-jugendtheatergruppe-produziert-mit-dem-frauennotruf-einen-aufkl%C3%A4rungsfilm_arid-370414

So kommt in Anwendung, was sich lange in den kleinen Wegen der Bildungsarbeit der Jugendverbände und freien Träger verbreitet hatte:

Theater macht Politik

1988 gab es eine Tagung in der Evangelischen Akademie in Tutzing: Theater der Unterdrückten. Dann wurde nach meiner erfolgreichen jahrelangen Reihe mit „Aktionstheater“ und Forumtheater in der politischen Bildung im Institut für Jugendarbeit im Bayrischen Jugendring auch Augusto Boal mehrmals zu Workshops eingeladen.

1990 entstand für die Publikation des Institut für Jugendarbeit im Bayrischen Jugendring: Theater macht Politik, Ein Werkstattbuch zum teatro oprimido. Daraus wurde, nach dem Ausverkauf der Auflage, ein noch mal kollegial erweitertes Buch: http://www.agspak-buecher.de/Simone-Odierna/Fritz-Letsch-Theater-macht-Politik-Forumtheater-nach-Augusto-BoalEin-Werkstattbuch

http://www.agspak-buecher.de/Simone-Odierna/Fritz-Letsch-Theater-macht-Politik-Forumtheater-nach-Augusto-BoalEin-Werkstattbuch

Simone Odierna / Fritz Letsch: Theater macht Politik. Forumtheater nach Augusto Boal. Ein Werkstattbuch 2006 ISBN 978-3-930830-38-1, 19×25 cm, 206 Seiten Gautinger Protokolle 36 – Institut für Jugendarbeit Gauting – jetzt ist der zweite Band dazu erschienen: Visionen der Veränderung.

Zum Hintergrund der Arbeit aus der Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire erschien in Mitarbeit und Erinnerungen von Ilse Schimpf-Herken der kollegial erstellte Band „Begegnung verändert Gesellschaft“ zu Ansätzen einer … inspirierten Bildungspraxis.


Inhaltsverzeichnis
Annette Nana HeidhuesIlse Schimpf-HerkenMarianna Schmidt Quintero
Begegnung verändert Gesellschaft
Ansätze einer von Paulo Freire inspirierten Bildungspraxis

Visionen der Veränderung

Odierna/Woll (Hg): Visionen der Veränderung

Forumtheater nach A. Boal. Theorie, Entwicklungen, aktuelle Positionen und Perspektiven ISBN 3930830602 – 2021 – 220 S. 19 Euro

Das Forumtheater nach Augusto Boal bringt Veränderungsprozesse in Gang. Es ist Theater, das „Politik macht“. Lernprozesse werden in Gang gesetzt, die kulturelle Bildung öffnet sich politischen Veränderungsprozessen. Die gemeinsame spielerische Suche nach ungewöhnlichen Problemlösungen spricht nicht nur die rationale Seite des Menschen an, sondern auch seine emotionale, seine lustbetonte und setzt somit Impulse zu neuen Denk- und Handlungsweisen frei.

Mittlerweile gibt es eine vielfältige Praxis an Theaterarbeit, die sich auf Boal beruft, es gibt Praxisforschung und wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem Thema. Aber es bedarf in mancherlei Hinsicht einer Einordnung, eines Überblicks und einer Handreichung.

Das Werkstattbuch versucht den Kraftfeldern des Theaters der Unterdrückten – und insbesondere des Forumtheaters – zu folgen, den Blick für eigene und politische Veränderungsprozesse zu öffnen und Motivation freizusetzen, mit dieser ungewöhnlichen Theaterform zu arbeiten. Die Erfahrungen aus der Bildungsarbeit und den verschiedensten sozialen und kulturellen Bereichen haben gezeigt, dass der Sprung in die Praxis eine Herausforderung bleibt, den es zu unterstützen gilt. Das Werkstattbuch ist ein Schritt in diese Richtung.

Den Blick nach vorne und unseren Wünschen auf der Spur, hoffen wir mit dem Band das spannende Wechselspiel der Ressourcen aus und in der Praxis weiter anzuregen. www.agspak-buecher.de


Forumtheater nach A. Boal. Theorie, Entwicklungen, aktuelle Positionen und Perspektiven ISBN 3930830602 – 2021 – 220 S. 19 Euro

Mit Beiträgen von: Till Baumann, Bettina Brandi, Anne Dirnstorfer, Birgit Fritz, Bastian Fritz, Albert Fußmann, Harald Hahn, Eva Heinloth-Warkotsch, Peter Igelmund, Norbert Knitsch, Lisa Kolb-Mzalouet, Ken Kupzok, Petra Lemke, Uta Lemke, Fritz Letsch, Gitta Martens, Roberto Mazzini, Bernd Müller, Simone Odierna, Rüdiger Schilling, Angelika Schlößer, Michael Thonhauser, Jürgen Weintz, Katrin Wolf

Sabotage Theater Collective: Künstlerische Intervention im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart Berlin.

Pressemitteilung Nr. 301/2021 vom 24.08.2021

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Sabine Weißler, informiert:

Am Samstag, den 28.08.2021 findet um 15 Uhr das Theaterstück „Die Geräusche der Dosen und Eimer” im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Scratching the Surface“ statt.

“Sabotage” ist ein selbstorganisiertes Theaterkollektiv. Einige der Teilnehmenden kommen aus afghanischen und persischen migrantischen Communities Berlins. Das Kollektiv experimentiert mit den interaktiven Formen des Theaters (Theater der Unterdrückten, Augusto Boal) und nimmt Teil an Aktionen und Demonstrationen gegen Rassismus und soziale Ungerechtigkeit.

„Die Geräusche der Dosen und Eimer” ist ein Stück über die Geräusche von Dosen und Eimern sowie die Umstände deren Entstehung und Nutzung. In diesem Theaterstück werden die Aspekte von gesellschaftlichen Systemen behandelt, die den Anschein von Normalität ausstrahlen, aber Menschen daran hindern, sich zu fragen: Was ist nun zu tun?

“Die Geräusche der Dosen und Eimer” ist ein Projekt im Rahmen des open calls “take the space” und findet im Programm “institutions extended“ (2019 – 2022) statt, das von Marina Naprushkina konzipiert und umgesetzt wird. Das Programm „institutions extended“ wird finanziert über den „Netzwerkfonds –Zukunftsinitiative Stadtteil II (ZI II), Programm Sozialer Zusammenhalt“.

Die Veranstaltung findet draußen im Hof des Museums statt und ist entgeltfrei. Wir arbeiten auf Grundlage der geltenden Fassung der SARS CoV 2 Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Weitere Informationen finden sie unter: www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung

„Die Geräusche der Dosen und Eimer”
Samstag, 28.08.2021 um 15 Uhr

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de

Forumtheater in Afghanistan

Seit März 2007 organisieren lokale und internationale Aktivist*innen in verschiedenen Teilen Afghanistans beinah täglich Aktivitäten mit den unterschiedlichen Techniken des Theaters der Unterdrückten  (TdU) des Brasilianers Augusto Boal (1931-2009) sowie anderen emanzipatorischen Theatermethoden. In diesen rund zehn Jahren kontinuierlicher Anwendung hat sich das sogenannte „Applied Theatre“ 1  als zentral für die systematische Arbeit mit dem Thema Straflosigkeit bzw. Aufarbeitung von mittlerweile knapp 40 Jahren des ununterbrochenen gewalttätigen Konflikts erwiesen (Joffre-Eichhorn 2010).

Hjalmar Jorge Joffre-Eichhorn: Das Theater der Unterdrückten und Vergangenheitsaufarbeitung in Afghanistan Kollektive Ermächtigung und neue Dependenzen * „Wir alle sind mit Flügeln geboren worden. Warum sollten wir es daher vorziehen, durch das Leben zu kriechen?“ (Rumi)

https://www.academia.edu/38889901/Das_Theater_der_Unterdr%C3%BCckten_und_Vergangenheitsaufarbeitung_in_Afghanistan

Was bedeutet der Name Paulo Freire? 13.7. präsent, 15.7. online

Vor 50 Jahren, in den frühen 1970ern, waren es erst hektografierte Blätter, die jene Gedanken aus der Befreiungstheologie und der Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire auch hierzulande an Hochschulen brachte, dann kam ein Taschenbüchlein, heute nicht so leicht zu lesen, weil der damalige Jargon nicht mehr üblich ist.

Fritz Letsch

„Wer sind die Unterdrückten?“ fragten gelegentlich Studierende bei der Einführung in das Theater der Unterdrückten von Augusto Boal, das eine Kritische Praxis zur Kritischen Theorie in Szenen bringen kann, die das Publikum dann verändert.

Was mir Paulo Freire sagt – und was ich gern dazu wüsste

(Präsenzveranstaltung am 13. Juli 2021)

Der Name Paulo Freire wird oft als Kürzel für dialogische Bildung und das eigenständige Lernen der Kinder und Jugendlichen benutzt, manche kennen noch die Geschichten von den Alfabetisierungsprogrammen…
Aber wer genau war dieser berühmte Reformpädagoge, was waren sein zentralen Ideen, was davon wirkt bis heute nach?
Anlässlich des 100. Geburtstages von Paulo Freire wollen wir gemeinsam in einem offenen und unkomplizierten Rahmen dazu ins Gespräch kommen. Kurz zur Sprache kommen könnten folgende Themen: bankiers-erziehung, Kultur des Schweigens, Mythen– aber vor allem das, was Dich interessiert.

Fritz Letsch (Gestalt-Coach und Theaterpädagoge) bereitet und gestaltet einen offenen Raum für eine persönliche Begegnung mit Paulo Freire und dessen Gedanken. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ganz egal ob mit oder ohne Vorwissen – gemeinsam wollen wir uns den Ideen Freires annähern.

Anmeldung an: r.thalhammer@nordsuedforum.de

100-jahre-paulo-freire.blogspot.com/2021/07/ecopedagogy-okopadagogik-wie-sie-nur-in.html

Das weitere Programm auf nordsuedforum.de/paulofreire

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